HypoVereinsbank Abwicklung wird abgestoßen

Die HypoVereinsbank will ihr Geschäft mit der Abwicklung und Verwahrung von Wertpapieren verkaufen. Darüber spricht die Münchener Großbank mit dem französischen Finanzdienstleister Caceis.

München - Die Großbank HypoVereinsbank (HVB)  will ihr Geschäft mit der Abwicklung und Verwahrung von Wertpapieren verkaufen. Exklusive Verhandlungen seien zu diesem Zweck mit dem französischen Finanzdienstleister Caceis aufgenommen worden, teilten beide Unternehmen am Donnerstag mit. Bis Ende dieses Jahres soll die Transaktion über die Bühne gehen.

Die HVB verspricht sich von der Auslagerung "spürbare und nachhaltige Kosteneinsparungen". Genauer wollte ein Sprecher nicht werden. Der italienische Finanzriese UniCredit, zu der die HVB gehört, will zwischen 2005 und 2008 bei Verwaltungstätigkeiten insgesamt 90 Millionen Euro einsparen.

In den betroffenen Bereichen der HVB in München arbeiten derzeit 600 Mitarbeiter. Sie sollen zur Caceis wechseln, die das Geschäft aus der bayerischen Landeshauptstadt heraus fortführt. Caceis gehört zu gleichen Teilen den französischen Banken Credit Agricole  und Natixis. Der Dienstleister würde mit dem Zukauf sein Auslandsgeschäft stärken. Deutschland ist einer der wichtigsten europäischen Märkte für die Abwicklung und Verwahrung von Wertpapieren.

Für Caceis ist der Kauf Teil der Wachstumsstrategie durch Zukäufe. Die Geschäfte für den deutschen Markt, die Caceis übernimmt, werden laut HVB weiter in München angesiedelt sein. Ferner plane Caceis, mit den bereits bestehenden HVB-Teams weiter zu arbeiten.

manager-magazin.de mit Material von reuters und vwd