Bundestag Rente mit 67 verabschiedet

Trotz heftiger Proteste der Gewerkschaften hat der Bundestag die Rente mit 67 verabschiedet. In namentlicher Abstimmung billigte das Parlament den Gesetzentwurf der Bundesregierung mit der Mehrheit von Union und SPD. Nun muss der Bundesrat noch zustimmen.

Berlin - Die umstrittene Rente mit 67 hat den Bundestag passiert. Das Parlament votierte am Freitag in namentlicher Abstimmung mit den Stimmen der Koalition für das Gesetz von Bundesarbeitsminister Franz Müntefering, mit dem das Rentenalter in den Jahren 2012 bis 2029 schrittweise von 65 auf 67 heraufgesetzt werden soll.

Arbeitnehmer der Jahrgänge ab 1964 können somit erst mit 67 Jahren ohne Abschläge in Rente gehen. Wer 45 Jahre Beiträge in die Rentenkasse gezahlt hat, soll aber weiter ab 65 abschlagsfrei Rente beziehen können.

Für die Neuregelung sprachen sich 408 Abgeordnete aus, 169 votierten dagegen. Es gab vier Enthaltungen. Der Bundesrat muss der schrittweisen Anhebung des Renteneintrittsalters für die volle Rente von derzeit 65 auf 67 Jahre bis 2029 noch zustimmen.

Mit der vollen Rente ab 67 soll langfristig der Anstieg des Rentenbeitrags gedämpft werden. Begleitet war die Rentendebatte im Bundestag von einer Protestkundgebung der IG Metall in Berlin. Daran nahmen nach Veranstalterangaben mehrere tausend Demonstranten teil.

Zuvor hatte der Bundestag bereits die Initiative "50 Plus" verabschiedet, mit der durch eine Mischung aus Kombilöhnen, Eingliederungszuschüssen und Weiterbildung die Arbeitsmarktchancen Älterer verbessert werden sollen.

manager-magazin.de mit Material von dpa, reuters

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