BMW Schwächelnder Kleinwagen

Der Autokonzern BMW hat im Februar mehr Fahrzeuge seiner Kernmarke, aber weniger seiner Kleinwagenserie Mini verkauft. Der Absatz der Marke BMW stieg um 3,6 Prozent, vom Mini wurden hingegen 2,5 Prozent weniger verkauft.

München - Die BMW  AG hat im Februar den Absatz der Marke BMW um 3,6 Prozent auf 85.473 Pkw gesteigert. In den ersten zwei Monaten seien die Verkäufe der Marke damit um 3,3 Prozent auf 166.098 Fahrzeuge gestiegen, teilte der Münchner Automobilkonzern am Mittwoch mit.

Bereits am Vortag hatte der Vorstandsvorsitzende Norbert Reithofer auf dem Genfer Automobilsalon für die gesamte Gruppe mit den Marken BMW, Mini und Rolls-Royce ein Absatzplus von 2,8 Prozent auf 97.416 Einheiten bekannt gegeben. In den ersten zwei Monaten legte damit der Gesamtabsatz um 1,6 Prozent auf 191.693 Fahrzeuge zu.

Außerdem hatte Reithofer bekräftigt, dass das Unternehmen für das Gesamtjahr von einem neuen Absatzrekord bei der BMW Group und von neuen Höchstwerten bei jeder der drei Marken ausgeht. Im Jahr 2006 hatte BMW mit 1,373 Millionen Einheiten 3,5 Prozent mehr Fahrzeuge als im Vorjahr abgesetzt.

Absatzbremse Modellwechsel

Die Verkäufe der Marke Mini gingen im Februar hingegen um 2,5 Prozent auf 11.905 Fahrzeuge zurück. BMW begründete dies mit dem derzeitigen Modellwechsel. So stehe die neue Version in den USA erst seit Mitte Februar zur Verfügung. Weitere Übersee-Märkte wie Japan würden noch in diesem Monat folgen.

In den ersten beiden Monaten des laufenden Jahres schwächte sich der Mini-Absatz um 8 Prozent auf 25.532 Fahrzeuge ab. Dennoch zeigte sich der Automobilhersteller überzeugt, dass die Marke im Laufe des Jahres durch die zunehmende Verfügbarkeit der neuen Modelle wieder an Dynamik gewinnt. Die Modellpalette der zweiten Mini-Generation wird ab April durch die Cooper-Version und den One erweitert. Außerdem hat BMW in Genf angekündigt, noch in diesem Jahr den Clubman auf den Markt zu bringen.

Auch bei der Marke BMW geht das Unternehmen von einer "deutlich dynamischeren" Entwicklung ab dem zweiten Quartal aus. Begründet wird dies mit dem neuen 3er-Cabrio sowie den überarbeiteten Modellen der 5er- und 1er-Reihe, die noch in diesem Monat auf den Markt kommen. Der neue dreitürige BMW 1er folgt im Mai. Der neue BMW X5 ist in Nordamerika seit November des letzten Jahres verfügbar und wird ab Mitte März auch an Kunden in Europa ausgeliefert.

In diesem Jahr will BMW dank neuer Modelle bei allen Marken Absatzrekorde erzielen. Dadurch will die Gruppe erstmals mehr als 1,4 Millionen Autos verkaufen - ein Ziel, das sich BMW ursprünglich für 2008 gesetzt hatte.

manager-magazin.de mit material von reuters, dow jones und dpa

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