VW-Affäre Volkert und Gebauer droht Prozess

Gegen Klaus Volkert und Klaus-Joachim Gebauer soll Medienberichten zufolge Anklage erhoben werden. Den ehemaligen VW-Managern wird offenbar Untreue vorgeworfen.

Braunschweig - Die Staatsanwaltschaft Braunschweig will nach Medienberichten vom Freitag Anklage gegen den ehemaligen VW-Gesamtbetriebsratsvorsitzenden Klaus Volkert und den früheren VW-Personalmanager Klaus-Joachim Gebauer erheben.

Der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Klaus Ziehe, wollte die Meldung vorerst nicht bestätigen. Er teilte lediglich mit, dass die Abschlussentscheidung von der Anklagebehörde getroffen und an die Verteidiger geschickt worden sei. Bevor nicht beide Parteien den Empfang bestätigt hätten, könne die Staatsanwaltschaft jedoch nichts zum Inhalt sagen.

In der Affäre um Schmiergelder und Lustreisen soll dem Volkswagen-Konzern  ein Schaden von rund 2,6 Millionen Euro entstanden sein. Volkert soll am meisten profitiert haben. Gebauer organisierte als Bindeglied zwischen Konzern und Betriebsrat Volkerts Reisen.

"Ich habe am Mittwoch die Anklage erhalten. Wir sind beide gemeinsam wegen Untreue angeklagt", sagte Gebauer der "Wolfsburger Allgemeinen Zeitung". Nach Informationen des Blattes wird die Staatsanwaltschaft Braunschweig noch an diesem Freitag die Anklageerhebung offiziell verkünden.

Gebauer hatte schon zu Beginn des VW-Skandals mit einem Geständnis zur Aufklärung beigetragen. Seine Aussage will er laut Bericht als Beklagter wiederholen - und damit Volkert vor Gericht unter Zugzwang setzen.

manager-magazin.de mit Material von ddp und dpa

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