Fusion Bayer Schering streicht 1500 Jobs in Deutschland

Die Fusion von Bayer und Schering zum neuen deutschen Pharma-Maktführer kostet mehr Arbeitsplätze als zunächst angenommen. 1500 Jobs sollen bei Bayer Schering in Deutschland gestrichen werden, weltweit sind es 6100 Arbeitsplätze. Die Beschäftigten protestieren.

Leverkusen - Wie der Mutterkonzern Bayer  am Freitag mitteilte, seien sozialverträgliche Lösungen angestrebt. In Berlin sollen wie bereits bekannt gegeben noch 950 Stellen wegfallen. Am Standort Wuppertal sollen 160 Mitarbeiter weniger beschäftigt werden, in Jena bei der Tochter Jenapharm 140 Mitarbeiter.

Weltweit sollen zur Zusammenführung des Bayer-Pharmageschäfts mit dem übernommenen Berliner Pharmahersteller Schering insgesamt 6.100 Jobs wegfallen.

Bayer hatte sich in einem milliardenschweren Übernahmepoker im Frühjahr 2006 gegen den Pharmakonzern Merck KGaA  durchgesetzt und die Mehrheit an Schering gesichert. Durch die Integration sollen von 2009 an jährliche Einsparungen von 700 Millionen Euro erreicht werden.

Aus Protest gegen die Pläne wollen Beschäftigte am Schering- Stammsitz Berlin am Freitag im Anschluss an eine Betriebsversammlung demonstrieren. Der Betriebsrat kritisierte, das Ausmaß des Stellenabbaus liege "mehr als deutlich" über der Schmerzgrenze.

manager-magazin.de mit dpa

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