Solarworld Größte US-Solarfabrik geplant

Der Solarworld-Konzern will seine Position in Nordamerika mit dem Bau einer neuen Fabrik stärken. In Oregon sollen Solarzellen sowie Siliziumwafer produziert werden - Produktionsbeginn ist im Sommer. Der Marktanteil in den USA liege nun bei 20 Prozent.

Hillsboro - Für 30 Millionen Euro habe Solarworld dazu eine Produktionsstätte der japanischen Komatsu-Gruppe in Hillsboro im US-Bundesstaat Oregon übernommen, teilte das TecDax-Unternehmen am Donnerstag in Bonn mit. Die Fabrik soll für weitere 300 Millionen Euro schrittweise ausgebaut werden und bis 2009 eine Kapazität von 500 Megawatt erreichen.

Die Aktie von Solarworld  stieg am Vormittag um bis zu neun Prozent, musste aber bis zum Nachmittag im Zuge des allgemeinen Kursrutschen einen Großteil der Gewinne wieder abgeben. Zuletzt notierte die Aktie noch 1,2 Prozent im Plus.

Da Solarworld vom US-Bundesstaat Oregon Zuschüsse erhält, werden die Kosten auf 220 Millionen Euro reduziert, wie Vorstandschef Frank Asbeck sagte. "Mit der neuen Fabrik bauen wir unsere Position in den USA deutlich aus."

An dem neuen Standort will die Bonner Gesellschaft Solarsiliziumwafer- und Solarzellenfabrikation produzieren, die zu Solarzellen weiter verarbeitet werden. Die Versorgung mit ausreichend Silizium sei gesichert, sagte Asbeck. "Wir bauen derzeit neue Kapazitäten auf und haben zudem langfristige Lieferverträge."

Die Produktion soll in diesem Sommer starten. Im ersten Ausbauschritt würden die Kapazitäten auf 100 Megawatt angehoben. Parallel werde Solarworld die Kapazitäten seines Solarmodulwerks in Camarillo (Kalifornien) auf 100 Megawatt verdoppeln. Solarworld war im vergangenen Jahr mit dem Erwerb der Shell-Solarsparte in den amerikanischen Markt eingestiegen und kommt in dem Land nun auf einen Marktanteil von 20 Prozent.