Pkw-Zulassungen Mehrwertsteuer sorgt für Einbruch

Die Zahl der Pkw-Zulassungen ist in Deutschland im Februar gegenüber dem Vorjahresmonat um 15 Prozent zurückgegangen. Bereits im Januar lagen die Zahlen wegen der 2007 eingeführten Mehrwertsteuererhöhung 11 Prozent im Minus.

Frankfurt am Main - Die Pkw-Neuzulassungen sind in Deutschland im Februar erneut gesunken. Die Zahl der neu zugelassenen Autos ging um 15 Prozent auf 183.000 Fahrzeuge zurück, wie der Verband der Automobilindustrie (VDA) mitteilte.

Nach der Mehrwertsteuererhöhung zum Jahreswechsel war die Zahl im Januar bereits um 11 Prozent gesunken. Zulegen konnte im Februar dagegen der Export, der um 6 Prozent auf 358.800 Autos stieg.

"Diese Absatzzahlen in Deutschland haben nur wenig mit dem realen Marktgeschehen zu tun", sagte VDA-Präsident Bernd Gottschalk. Grund für den Rückgang seien weiterhin die Nachwirkungen der Vorzieheffekte der Mehrwertsteuererhöhung. In den beiden letzten Monaten des vergangenen Jahres hatten viele Kunden noch den niedrigeren Mehrwertsteuersatz genutzt und sich einen Wagen angeschafft.

Der Gesamteffekt der 2006 vorgezogenen Käufe in Höhe von rund 95.000 Pkw seien bis Februar erst zu zwei Drittel abgearbeitet, sagte Gottschalk weiter. Auch im März sei daher mit einem Absatzrückgang zu rechnen.

Ausländische Hersteller litten im Februar etwas stärker unter dem Absatzrückgang als die deutschen Autobauer. Währen der Absatz der deutschen Marken um 14 Prozent auf 128.800 Fahrzeuge zurückging, lag der Einbruch bei Importfahrzeugen bei 18 Prozent auf 54.500 Autos.

Dank des gestiegenen Exports konnte die Autoproduktion in Deutschland trotz der rückläufigen Inlandsnachfrage zulegen. Mit 485.100 Fahrzeugen lag sie im Februar 7 Prozent über Vorjahresniveau. Drei von vier in Deutschland hergestellten Fahrzeugen würden inzwischen im Ausland abgesetzt, hieß es.

manager-magazin.de mit Material von dpa, reuters

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