Dresdner Bank Auf Kundenfang

Die Dresdner Bank will ihren Marktanteil in Deutschland mittelfristig deutlich ausbauen und 400.000 zusätzliche Privatkunden gewinnen. Seinen operativen Gewinn konnte das Geldinstitut im vergangenen Jahr mehr als verdoppeln. Bei den Erlösen schlugen allerdings kräftig die Kosten für den Jobabbau zu Buche.

Frankfurt am Main - Die Dresdner Bank will in den kommenden Jahren in Deutschland gut 400.000 zusätzliche Privatkunden gewinnen. Mit dann 6,5 Millionen Privatkunden hätte die Allianz-Tochter einen Marktanteil von 10 Prozent, wie die Bank am Montag in Frankfurt mitteilte. Für den Bereich Private & Business Clients, dem neben den Privatkunden auch die Geschäftskunden zugeordnet sind, wies die Tochter des Mutterkonzerns Allianz  per Jahresende einen Bestand von 6,1 Millionen Kunden aus.

2006 sank der Überschuss der Bank unbereinigt um fast die Hälfte auf 870 Millionen Euro. Belastend wirkten sich die Kosten für den andauernden Jobabbau aus. Operativ legte die Bank 2006 jedoch deutlich zu: Der operative Gewinn hat sich binnen Jahresfrist auf 1,35 Milliarden Euro mehr als verdoppelt. "Wir sind zurück im Markt und wachsen profitabel", sagte Vorstandschef Herbert Walter.

Im Private Banking peilt die Dresdner Bank bis 2009 die Marktführerschaft an. Im Mittelstandsgeschäft will sie ihre zweite Position hinter der Commerzbank sichern. Im Investment Banking will die Allianz-Tochter, dessen Mutter weiter Großgewinne schreibt, binnen zwei Jahren je nach Leistung zu den Top 5 oder den Top 10 der Anbieter gehören.

Zugleich bekräftigte Vorstandsvorsitzender Walter die von der Konzernmutter Allianz am Freitag bereits veröffentlichten Finanzziele für die Bank. Danach will das Institut im Jahr 2009 eine Rendite auf das risikoadjustierte Kapital (RoRAC) von mehr als 15 Prozent erreichen. Für 2006 nannte die Bank hier einen Wert von 13,2 Prozent. Zur genannten Frist soll ferner die Cost-Income-Ratio unter die Marke von 75 Prozent fallen. Im abgelaufenen Jahr lag sie bei 79,8 Prozent. Langfristig - in den Jahren 2010 bis 2011 - soll die Kostenquote unter der Schwelle von 70 Prozent bleiben.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx und dow jones