DaimlerChrysler GM-Aktien als Bezahlung für Chrysler?

Ein Bieterverfahren für die angeschlagene Chrysler Group könnte einem Pressebericht zufolge bereits in dieser Woche beginnen. Möglich ist auch, dass DaimlerChrysler als Bezahlung für die US-Sparte Aktien von General Motors akzeptiert.

Detroit/Hamburg - Von einem möglichen raschen Start eines Bieterverfahrens berichtete die "Detroit News" am Sonntag in ihrer Onlineausgabe. Einem Bericht der "Financial Times" zufolge denkt DaimlerChrysler  darüber nach, bei einem Verkauf der US-Sparte Chrysler als Bezahlung eine Minderheitsbeteiligung am US-Autobauer General Motors  zu erhalten.

Ein voll auf Aktien basierendes Geschäft zähle zu den denkbaren Varianten, wenn die Verhandlungen mit GM vorankommen, schreibt die "Financial Times" unter Berufung auf informierte Kreise.

Neben einem Verkauf von Chrysler an GM prüfe der Stuttgarter Automobilkonzern auch einen Verkauf an Finanzinvestoren oder an strategische Interessenten. Auch eine Ausgliederung der US-Sparte mit einem anschließenden Börsengang sei denkbar. Ein DaimlerChrysler-Sprecher wollte sich zu den Spekulationen nicht äußern.

DaimlerChrysler hatte Mitte Februar einen Restrukturierungsplan für Chrysler vorgelegt und dabei auch eine mögliche Trennung vom drittgrößten US-Hersteller nicht ausgeschlossen. Der Konzernprüfe weitere strategische Optionen, die über die erwähnten Kooperationen und Partnerschaften hinausgingen, hatte der Vorstandsvorsitzende Dieter Zetsche gesagt.

manager-magazin.de mit Material von dpa