Airbus-Bestellung UPS hält sich die Tür offen

Der US-Paketzusteller UPS hält an seiner Bestellung von zehn Airbus-Maschinen des Typs A380 fest, hat sich allerdings auf neue Lieferzeiten mit dem Flugzeugbauer geeinigt. Die Vereinbarung sieht auch die Möglichkeit vor, den Auftrag noch zu stornieren, teilte UPS am Freitag mit.

Louisville/Hamburg - UPS  hatte bei Airbus zehn der Frachtflugzeuge bestellt, einer Frachterversion des A380-Superjumbos. Die Auslieferung der zehn Maschinen sollte ursprünglich von 2009 bis 2012 laufen, doch hatte Airbus mehrfache Verzögerungen bekannt gegeben. UPS überdenkt seine Bestellung bereits seit Oktober. Zum Zeitpunkt des neuen Auslieferungstermins äußerte sich der US-Konzern nicht.

UPS erklärte, es sei mit Airbus ein Abkommen getroffen worden, das einen Zeitplan für eine Entscheidung über den Status des UPS-Auftrags enthalte. Es lasse bis im späteren Jahresverlauf 2007 eine Streichung des Kaufvertrages durch jede der beiden Parteien zu.

Sollte UPS den Auftrag für die zehn Frachter-Jumbos streichen, wäre dies für Airbus ein weiterer schwerer Rückschlag. Zuvor hatte der UPS-Hauptkonkurrent FedEx  bereits einen Auftrag für die A380-Frachtmaschine gestrichen, und die Leasinggesellschaft International Lease Finance hatte einen Frachter-Auftrag in einen Auftrag für Verkehrsflugzeuge umgewandelt.

UPS hatte kürzlich 27 andere Frachtflugzeuge bei Boeing bestellt. Es handelt sich um den Typ 767-300ER. Der Auftragswert lag nach Darstellung von Branchenkennern bei 3,8 Milliarden Dollar. UPS hatte dabei betont, dass der Auftrag für die 27 Boeing-Maschinen nichts mit der laufenden Überprüfung eines Auftrags für die zehn Airbus- A380-Frachtmaschinen zu tun habe. Diese sollten auf bestimmten Langstrecken eingesetzt werden, die zur Zeit von Boeing-747- und MD- 11-Frachtmaschinen bedient werden.

manager-magazin.de mit Material von dpa