Varta Ende eines Traditionsbetriebs

Der Batteriehersteller Varta beendet seine Produktion. Das verbliebene Geschäft des einstigen Aushängeschilds der deutschen Industrie geht an einen Finanzinvestor. Das Unternehmen Varta existiert aber weiter - als Vermögensverwaltung der Quandt-Familie.

Hannover - Der Ausstieg des Traditionsunternehmens Varta aus der Batterieproduktion ist perfekt. Das verbliebene Geschäft mit Mikrobatterien sei für 30 Millionen Euro an den österreichischen Finanzinvestor Global Equity Partners (GEP) verkauft worden, teilte Varta am Donnerstag in Hannover mit.

Varta trennte sich damit nach mehr als 100 Jahren von seinem letzten operativen Geschäft. Die von der Industriellenfamilie Quandt und einer Beteiligungsfirma der Deutschen Bank  und kontrollierte AG will sich künftig auf die Verwaltung ihres Vermögens konzentrieren. Die Firma ist weiter an der Börse notiert, die Aktie  kostet derzeit 9,20 Euro.

Der Verkauf der Sparte Mikrobatterien war eigentlich schon für Ende 2006 geplant. Sie produziert mit 1400 Beschäftigten Kleinstbatterien für Hörgeräte, Uhren, Kameras und Telefone im schwäbischen Ellwangen und in Asien. GEP will nach den Worten von Vorstand Herbert Roth langfristig beteiligt bleiben und auch die Produktion in Deutschland erhalten.

Mit Mikrobatterien setzte Varta im vergangenen Jahr rund 140 Millionen Euro um. Das größere Geschäft mit Autobatterien hatte Varta schon vor vier Jahren an den US-Autozulieferer Johnson Controls  verkauft. Die Mehrheit am Geschäft mit Batterien für den privaten Gebrauch ging damals an Rayovac (heute Spectrum Brands). Die restlichen Anteile an dieser Sparte hatte Varta im vergangenen Jahr an die Amerikaner verkauft.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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