Studie Reiche Rentner im Südwesten

Ein deutliches Gefälle von Südwest nach Nordost weisen die Einkommen der Ruheständler in Deutschland auf. Rentner in Hessen, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz haben das höchste Nettohaushaltseinkommen in Deutschland. Schlusslicht ist Mecklenburg-Vorpommern.

Berlin - Deutschlands reichste Rentner wohnen einer Studie zufolge im Rhein-Main-Gebiet und im Südwesten, die ärmsten Ruheständler leben in Mecklenburg-Vorpommern. Im Bundesdurchschnitt verfügen die Rentner über ein Nettohaushaltseinkommen von 1953 Euro im Monat, wie aus einer veröffentlichten Studie der Postbank und des Instituts für Demoskopie Allensbach hervorgeht.

Je nach Region und Ausbildung ist das Einkommensgefälle sehr groß. Rentner-Haushalte in Ostdeutschland haben im Schnitt 1647 Euro im Monat zur Verfügung - rund ein Fünftel weniger als westdeutsche Ruheständler mit 2040 Euro. Spitzenreiter sind Rentner im Großraum Frankfurt am Main und im Südwesten mit monatlich 2207 Euro, Schlusslichter die Rentner in Mecklenburg-Vorpommern mit durchschnittlich 1579 Euro.

Im Osten sei die Abhängigkeit von staatlicher Rente größer, hieß es. Hier verfügen 92 Prozent über eine gesetzliche Rente, im Westen 89 Prozent. Zahlungen aus einer betrieblichen Altersvorsorge erhalten mehr als ein Drittel der Ruheständlerhaushalte im Westen, im Osten dagegen weniger als ein Zehntel. Rund 45 Prozent der Westdeutschen greifen im Ruhestand auf ein eigenes Haus oder eine eigene Wohnung zurück, in den neuen Bundesländern sind es den Angaben zufolge nur 28 Prozent.

Die Schulbildung spielt bei den Alterseinkünften ebenfalls eine große Rolle. So verfügen Ruheständler mit Abitur oder Studium über ein Nettohaushaltseinkommen von bundesweit durchschnittlich 2486 Euro. Dies ist gut ein Viertel mehr als bei einem durchschnittlichen Haushalt und sogar über ein Drittel mehr als bei Rentnern und Pensionären mit einfachem Schulabschluss. Diese kommen im Schnitt auf 1830 Euro im Monat.

Pensionierte Beamte haben mit 2578 Euro das mit Abstand höchste Altersgeld. Ehemalige Angestellte kommen auf durchschnittlich 2009 Euro - und damit auf mehr als ehemalige Selbstständige und Freiberufler mit 1951 Euro sowie Arbeiter mit 1710 Euro.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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