Elektroindustrie Angeknipst

Gute Nachrichten für die Beschäftigten in der deutschen Elektroindustrie: Ihren Unternehmen geht es im Schnitt besser als in vielen Vorjahren. Und in den kommenden Monaten könnte es sogar nochmals deutlich voran gehen - mit zusätzlichen Aufträgen und höheren Löhnen.

Frankfurt am Main - Die Deutsche Elektroindustrie hat die mehrjährige Talsohle hinter sich gelassen. Der Aufschwung des Vorjahres hält nach Angaben des Zentralverbandes Elektrotechnik- und Elektronikindustrie auch 2007 an.

2006 sei der Umsatz der zweitgrößten deutschen Industriebranche erstmals seit 2001 wieder gestiegen, und zwar um 7,5 Prozent auf 177,9 Milliarden Euro, sagte Verbandspräsident Friedhelm Loh. Im laufenden Jahr sei mit 5 bis 6 Prozent Wachstum zu rechnen.

"Wir befinden uns damit in einer Phase des selbsttragenden Aufschwungs", sagte Loh. Zur konstant guten Nachfrage aus dem Ausland kämen verstärkt Impulse aus Deutschland. Der Mangel an Ingenieuren verhindere ein noch stärkeres Wachstum der Elektro- und Elektronikbranche, sagte Loh.

Als Bremsklotz könnten sich allerdings die vergleichsweise hohen Lohnforderungen erweisen, denen mit denen die Manager der Elektrofirmen derzeit konfrontiert werden. So berät beispielsweise die Tarifkommission der IG Metall für Sachsen-Anhalt berät an diesem Donnerstag in Magdeburg über ihre Forderungen in der anstehenden Tarifrunde für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie.

Der Vorstand der IG Metall in Frankfurt am Main hatte den regionalen Tarifkommissionen Anfang Februar eine Forderung nach mehr Lohn und Gehalt in Höhe von 6,5 Prozent empfohlen. Wirtschaftsexperten halten im Schnitt höhere Löhne zwischen 3 und 4 Prozent für angemessen.

Die Verhandlungen mit den Arbeitgebern sollen am 16. März beginnen, teilte die IG Metall mit. Bis Ende April herrscht Friedenspflicht, damit sind Streiks nicht erlaubt.

manager-magazin.de mit Material von dpa und reuters

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