ABN Amro Bitte aufgeben

Der TCI-Hedgefonds verlangt von der niederländischen Großbank ABN Amro eine Generalüberholung ihrer Geschäftsstrategie. Das Geldhaus solle auf Übernahmen verzichten, Beteiligungen verkaufen und sich aufspalten. Noch reagieren die holländischen Banker gelassen.

Amsterdam - Der britische Hedgefonds The Children's Investement Fund (TCI) hält die niederländische Bank ABN Amro  als Ganzes für deutlich unterbewertet und fordert deshalb eine Aufspaltung des Instituts.

ABN Amro sollte alle Möglichkeiten zu Fusionen und Anteilsverkäufen in Betracht ziehen, sagte TCI-Gründungsmitglied Patrick Degorce der Nachrichtenagentur Bloomberg. Zudem wolle TCI nicht, dass ABN Amro die italienische Capitalia  übernimmt, an der sie bereits beteiligt ist.

Die Aktien der Bank reagierten am Mittwoch mit kräftigen Kursgewinnen auf die Forderung des Großaktionärs. Die Papiere legten im frühen Handel um 5 Prozent zu auf 27,22 Euro. ABN Amro erklärte, über die Forderungen seines Aktionärs im Bilde zu sein. Offizielle Vorschläge habe das Institut jedoch von TCI noch nicht erhalten.

"Wir erhalten viele Ideen und Anregungen von Aktionären, die wir immer mit Respekt behandeln", sagte ABN-Amro-Sprecher Jochem van de Laarschot. Ebenso werde mit dieser verfahren. Er fügte hinzu, die Bank sei für eine offene Kommunikation mit den Finanzmärkten und auch den Investoren.

Nach Angaben de "Financial Times" hat TCI eine Beteiligung von mehr als 1 Prozent an ABN Amro aufgebaut und ist damit der zweit- oder drittgrößte Aktionär an der niederländischen Bank.

manager-magazin.de mit Material von reuters und vwd

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