Escada Kraftprobe de luxe

Beim deutschen Modekonzern Escada tobt ein Machtkampf. Großinvestor Rustam Aksenenko rebelliert nach Informationen von manager magazin gegen die Unternehmensführung. Die Vorwürfe des Russen sind ebenso detailliert wie massiv.

Hamburg - Beim Modekonzern Escada ist ein Kräftemessen entbrannt. Der russische Großaktionär Rustam Aksenenko, der über seine Investmentgesellschaft Finartis rund ein Viertel der Aktien der Escada AG  besitzt, wirft dem Vorstand unter Führung von Frank Rheinboldt vor, keine Strategie zu haben. Dies berichtet das manager magazin in seiner neuen Ausgabe, die am Freitag (23. Februar) am Kiosk erhältlich ist.

Aksenenko untermauerte seine Vorwürfe mit einer - in seinem Auftrag erstellten - Studie der Unternehmensberatung Bain. Darin werfen die Berater dem Escada-Management zum Beispiel vor, kein einheitliches Ladenkonzept zu haben, einen viel zu niedrigen Umsatzanteil bei Accessoires.

Außerdem sei es falsch, an den niedrigpreisigen Marken der Primera-Gruppe (Apriori, Cavita, Laurèl und Biba) festzuhalten. Das Management weist die Vorwürfe zurück. Man habe die Probleme erkannt und arbeite an deren Lösung.

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.