Montag, 24. Februar 2020

IEP-Manager-Studie Die Deutschen und der Tunnelblick

Sind unsere Entscheider Fachidioten? Deutsche Manager verlassen sich jedenfalls stärker auf Spezialwissen und persönliche Netzwerke als ihre ausländischen Kollegen, wie das dritte "International Executive Panel" zeigt. manager-magazin.de präsentiert die Kernergebnisse.

Hamburg - Bereits zum dritten Mal hat die Personalberatung Egon Zehnder International Führungskräfte in Deutschland, den USA, Großbritannien und Frankreich nach ihren Einschätzungen befragt. "Bildung - Schlüssel zur Zukunftsfähigkeit" stand im Mittelpunkt des International Executive Panel (IEP) 2007.

Die wichtigsten Ergebnisse: Zwar stimmen auch deutsche Topmanager der These zu, dass derjenige, der nichts als die Wirtschaft kennt, in Wahrheit nichts von Wirtschaft versteht. Doch sie tun vergleichsweise wenig dafür, ihren Horizont zu erweitern und die engen Grenzen der Fachqualifikation aufzubrechen.

Dies beginnt schon bei dem großen Vertrauensvorschuss, den der "Master of Business Administration" (MBA) bei deutschen Managern genießt. Eine große Zahl der befragten deutschen Führungskräfte glaubt, dass ein MBA-Studium ausgezeichnetes Fachwissen vermittelt, für spätere Führungsaufgaben qualifiziert und auf die realen Herausforderungen des Manageralltags einstimmt.

Dagegen stimmt nur jede sechste befragte Führungskraft in den USA, England und Frankreich der These zu, dass ein MBA-Studium ausreichend auf das wirkliche Leben vorbereite. Im Mutterland des MBA hat die Ausbildung an Glanz verloren.

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