Opel Jobabbau in Bochum abgeschlossen

Der Personalabbau im Bochumer Opel-Werk ist beendet. Für rund 2700 Mitarbeiter wurden Abfindungsverträge geschlossen. Damit sei es gelungen, in dem Unternehmen betriebsbedingte Kündigungen zu verhindern.

Bochum - Nach Angaben des Betriebsratsvorsitzenden Rainer Einenkels konnte im Opel-Werk Bochum durch Verhandlungen des Betriebsrats mit dem Management der zunächst angekündigte Abbau von fast 3600 Arbeitsplätzen auf 2700 reduziert werden. Die meisten der betroffenen Mitarbeiter sind bereits aus dem Unternehmen ausgeschieden. Rund 250 Beschäftigte werden das Werk in diesem Jahr verlassen.

Vor dem Hintergrund der im März anlaufenden Gespräche über den Nachfolger des Astra-Modells stehe jedoch mittlerweile wieder die Gefahr von Werksschließungen im Raum, sagte Einenkel der Nachrichtenagentur ddp.

In fünf europäischen Astra-Werken von Opel und des Mutterkonzerns General Motors (GM) können derzeit 1,1 Millionen Autos gebaut werden. Nach Angaben von GM soll die Produktion jedoch auf 700.000 bis 750.000 Autos reduziert werden. Das könnte die Schließung eines oder auch zweier Werke bedeuten, betonte der Bochumer Opel-Betriebsratschef.

Die Werke stehen deshalb in einem harten Wettbewerb, wer das Nachfolgemodell für den Astra produzieren darf. Dem Bochumer Opel-Werk werden dabei durchaus gute Chancen eingeräumt.

Dennoch gehe es in den kommenden Monaten auch darum, die Solidarität zwischen den Werken hochzuhalten, erklärte Einenkel. Die europäischen Betriebsräte und die Gewerkschaften hätten sich darauf geeinigt, dass kein Astra-Werk geschlossen werden darf.

Zudem dürfe es keine betriebsbedingten Kündigungen geben. Sollten bei den nun anstehenden Verhandlungen tiefe Einschnitte für die Werke verabredet werden, würden die Beschäftigten darauf "die richtigen Antworten geben, kündigte der Betriebsratschef an.

manager-magazin.de mit Material von ddp

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