Neuzulassungen Italiener in Einkaufslaune

Der europäische Automarkt ist im Januar trotz des erwarteten Absatzeinbruchs in Deutschland leicht gewachsen. Größter Markt mit knapp 250.000 Neuzulassungen war Italien. In Deutschland wurden mit rund 200.000 Wagen hingegen etwa 10,5 Prozent Autos weniger zugelassen als noch im Vorjahr.

Frankfurt am Main - Der europäische Automarkt ist trotz des erwarteten Absatzeinbruchs in Deutschland zu Jahresbeginn etwas gewachsen. Die Zahl der Pkw-Neuzulassungen stieg im vergangenen Monat in den 23 größten EU-Ländern und den drei Efta-Staaten Norwegen, Island und Schweiz im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,1 Prozent. Insgesamt seien rund 1,285 Millionen Fahrzeuge verkauft worden, teilte die Europäische Vereinigung der Automobilhersteller (ACEA) am Donnerstag in Brüssel mit.

In Deutschland brachen die Neuzulassungen um 10,5 Prozent ein. Verbraucher hätten Autokäufe angesichts der von Januar an geltenden höheren Mehrwertsteuer vorgezogen, begründeten die ACEA-Experten den Rückgang zum Jahresauftakt 2007.

In den neuen EU-Mitgliedstaaten schnellte die Zahl der Neuzulassungen insgesamt um 16,6 Prozent hoch. Hier beflügelten finanzielle Anreize wie Rabatte, attraktive Kredite oder Leasingangebote die Zahl der Neuzulassungen.

In den 15 westeuropäischen EU-Staaten und den Efta-Ländern waren es mit 1,224 Millionen Fahrzeugen nur 0,4 Prozent mehr. Unter den fünf europäischen Hauptmärkten meldete laut ACEA lediglich Deutschland einen Rückgang. Italien, Frankreich, Spanien sowie Großbritannien konnten dagegen höhere Neuzulassungszahlen zwischen 1,8 und 5,2 Prozent registrieren.

Großer Gewinner auf dem europäischen Automarkt war den Angaben zufolge Toyota  mit einem Plus von 20,2 Prozent auf 76 649 Einheiten. Der Marktanteil der in Westeuropa führenden VW-Gruppe sank hingegen auf 18,6 (Vorjahr 19,6) Prozent.

manager-magazin.de mit Material von reuters, dpa und ddp

Mehr lesen über
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.