Eon Bernotat appelliert an Endesa-Aktionäre

Eon hält ein Investment bei der Endesa auch dann noch für möglich, wenn die Hauptversammlung des spanischen Stromversorgers die derzeitigen Stimmrechtsbeschränkungen nicht aufhebt.

Madrid - Dies sagte der Eon-Vorstandsvorsitzende Wulf Bernotat am Mittwoch vor Wirtschaftsjournalisten in Madrid. Der Düsseldorfer Versorger hatte die Aufhebung zur Voraussetzung für sein 41-Milliarden-Euro-Gebot für Endesa gemacht. Die Endesa-Hauptversammlung wird hierüber am 20. März entscheiden.

Bernotat verwies zugleich aber noch einmal darauf, dass die Endesa-Aktionäre ohne eine Änderung der Satzung nicht von dem Eon-Angebot über 38,75 Euro je Aktie profitieren würden. Zudem habe auch der Endesa-Board bereits angekündigt, auf der außerordentlichen Hauptversammlung für eine Satzungsänderung zu stimmen.

Bernotat forderte die Endesa-Aktionäre auf, sich rasch für das Eon-Gebot zu entscheiden. Die Anteilseigner sollten nicht auf die Entscheidung der Großaktionäre von Endesa warten, sagte er in Madrid. Es sei nämlich wahrscheinlich, dass diese ihr Votum erst nach dem Ende der Annahmefrist am 29. März öffentlich machten. Es seien insgesamt die kleineren Endesa-Aktionäre, die zusammen rund 65 Prozent der Anteile hielten, die die Transaktion vorwärts bringen könnten. Eon  bietet 38,75 Euro je Endesa-Aktie .

manager-magazin.de mit Material von dow jones