Autobranche Alle pilgern nach Osteuropa

Trotz absehbarer Personalengpässe pilgern die Automobilhersteller weiter in das gelobte Land. Und das liegt in Osteuropa, so eine aktuelle Studie der Wirtschaftsberatungsgesellschaft PwC.

Frankfurt am Main - Osteuropa wird für die Automobilindustrie immer wichtiger. Das bringt eine aktuelle Studie der Wirtschaftsberatung PricewaterhouseCoopers (PwC) heraus.

Gut sechs Milliarden Dollar wollen Autohersteller und Zulieferbetriebe in den kommenden fünf Jahren in Fertigungskapazitäten in der Region investieren, so die Erhebung. Damit sollen die Fertigungskapazität in Ost- und Mitteleuropa von derzeit 3,2 auf 4,2 Millionen Fahrzeuge im Jahr 2013 angehoben werden. Zum einen wollen die Produzenten damit neue Märkte erobern, sondern auch von den vor Ort gezahlten niedrigen Löhnen profitieren. Stiege zum Beispiel in der Slowakei der Durchschnittslohn ab sofort um jährlich 4 Prozent und in Deutschland nur um 1 Prozent jährlich, wäre das Lohnniveau der beiden Länder erst in 70 Jahren angeglichen, rechnen die Berater vor.

Doch die Engpässe sind jetzt schon knapp. Vorsicht: "Qualifizierte Arbeitskräfte werden immer knapper ", sagt Karl Gadesmann, Leiter des Bereichs Automotive in Deutschland. Und auch beim Absatzpotenzial rät der Experte zur Vorsicht - denn die Entwicklung der Kaufkraft sei schwer vorherzusagen.

Aktuell zumindest sind bereits alle Volumenhersteller in der Region präsent - mit Ausnahme von Audi. Und es geht weiter. Vor allem die Slowakei und Tschechien dürfen sich die Hände reiben. Nach PwC-Schätzungen wird das dortige Produktionsvolumen im Jahr 2013 um rund 700.000 Stück im Falle der Slowakei und um 450.000 in Tschechien steigen. In Deutschland soll das Plus bei 600.000 Fahrzeugen liegen.

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