Siemens VDO Spitzengespräch

Die Einstiegspläne von Continental bei der Siemens-Autoelektroniksparte VDO nehmen Gestalt an. Die Konzernchefs Manfred Wennemer und Klaus Kleinfeld haben sich bereits zu Gesprächen getroffen.

München/Hannover - Die Vorstandschefs von Siemens  und Continental  haben sich nach Siemens-Angaben zu Gesprächen über einen Einstieg des Autozulieferers bei der Siemens-Autoelektroniksparte VDO getroffen. "Klaus Kleinfeld hat wie angekündigt das Gesprächsangebot von Manfred Wennemer angenommen", sagte eine Siemens-Sprecherin am Dienstag. Das Treffen habe zwischen dem Weltwirtschaftsgipfel Ende Januar und Anfang dieser Woche stattgefunden.

Eine Conti-Sprecherin bekräftigte das Interesse des in Hannover ansässigen Konzerns an der Siemens-Sparte. Über mögliche Gespräche wollte sie sich aber nicht äußern. Man stehe in Kontakt, sagte sie lediglich. Ob die Konzernchefs verhandelt hätten, wollte sie nicht sagen.

Zu Ergebnissen und einer möglichen Fortsetzung der Gespräche schwiegen sowohl der Münchener Konzern als auch das Unternehmen aus Hannover. Ein VDO-Sprecher sagte am Dienstag: "Kleinfeld und Wennemer diskutieren natürlich. Das heißt aber nicht automatisch, dass das in konkreten Ergebnissen münden wird".

Siemens hatte in dieser Woche bekräftigt, seine Automobilzuliefersparte noch bis Ende September an die Börse bringen zu wollen. "Das ist nach wie vor unsere bevorzugte Option", sagte die Konzernsprecherin. Der Technologiekonzern zählt VDO nicht zu seinem Kerngeschäft und will mehr als ein Viertel der Sparte mit Sitz in Schwalbach im Taunus am Kapitalmarkt anbieten.

Siemens-Finanzchef Joe Kaeser hatte allerdings angekündigt, sein Haus werde auch langfristig die Mehrheit an VDO behalten. Nur wenige Stunden nach der Ankündigung des Börsengangs hatte Continental öffentlich sein Interesse an einem Anteil an VDO angemeldet.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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