Autoabsatz Deutliche Delle

Deutschlands Verbraucher haben im ersten Monat des neuen Jahres weniger Autos gekauft als zum gleichen Zeitpunkt vor Jahresfrist. Die Kaufzurückhaltung hat einen einfachen Grund: Die höhere Mehrwertsteuer, die seit Jahresbeginn erhoben wird.

Hamburg - Das Autojahr hat frostig begonnen. Im Januar kamen knapp 200.000 neue Autos auf Deutschlands Straßen, das sind 23.000 oder 10,5 Prozent weniger als im Januar des Vorjahres, teilte das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) am Montag in Flensburg mit. Ursache sei die höhere Mehrwertsteuer seit Jahresbeginn.

Viele Autofahrer und Firmen haben sich noch in den letzten Monaten des Vorjahres ein Auto gekauft, um die höhere Steuer zu umgehen. Diese Nachfrage fehlt jetzt. Das KBA erwartet, dass sich dieser Effekt noch durch das erste Quartal zieht und dann verschwindet.

Die Käufer von teuren Autos ließen sich von der Steuererhöhung offenkundig weniger beeindrucken als andere.

In der oberen Mittelklasse (plus 15,5 Prozent) und bei den Geländewagen (plus 8,2 Prozent) gab es deutlich mehr Zulassungen im Januar als vor einem Jahr. Unter dem Strich sind Mercedes mit einem Absatzplus von 5,3 Prozent und Porsche  mit einem Zuwachs von 14,2 Prozent am besten in das Jahr gestartet. Dagegen musste Marktführer Volkswagen  mit einem Rückgang von 22,3 Prozent geradezu einen Einbruch hinnehmen.

Auch Audi  (minus 26,5 Prozent) und Seat (minus 36,4 Prozent) aus dem gleichen Konzern erlebten heftige Rückschläge. Wegen der geringen Zahlenbasis für einen Monat ändern sich diese Werte im Verlauf des Jahres jedoch noch erheblich.

Eine neue Rekordmarke wurde bei den Diesel-Zulassungen erreicht. 49 Prozent der fabrikneuen Pkw waren laut KBA mit einem Selbstzünder ausgestattet.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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