VW Winterkorn bläst zum Angriff auf Toyota

Der neue Volkswagen-Chef Martin Winterkorn hat seine Führungsmannschaft auf neue Ziele eingeschworen. Der Autokonzern werde dem japanischen Konkurrenten Toyota mit einem "Markenportfolio der Superlative" Paroli bieten.

Wolfsburg - Martin Winterkorn hat die Führungsmannschaft des größten europäischen Automobilkonzerns Volkswagen  am Freitag auf seine Ziele eingeschworen und will dem japanischen Konkurrenten Toyota  Marktanteile abjagen. Der Konzern werde künftig mit einem "Markenportfolio der Superlative breiter und attraktiver aufgestellt sein als unser größter Konkurrent Toyota", sagte der neue Volkswagen-Vorstandsvorsitzende auf einem Führungskräftetreffen nach Angaben eines Teilnehmers.

VW werde Toyota auf den Hauptmärkten und auf den Wachstumsmärkten "Paroli bieten". Sein Ziel sei es, den Konzern als Dachmarke inhaltlich und technologisch "in eine neue Umlaufbahn zu bringen", sagte Winterkorn den Angaben zufolge. Der Verzicht auf die von seinem Vorgänger eingeführten Markengruppen bringe vor allem mehr Eigenständigkeit für die einzelnen Marken.

Jede Marke werde ihr Ergebnis verantworten und eine höhere Transparenz schaffen. Zudem werde darauf geachtet, dass sich die einzelnen Modelle "gut ergänzen und nicht blockieren". Branchenexperten hatten in der Vergangenheit oftmals bemängelt, dass die Modellpolitik des Wolfsburger Konzerns zu Kannibalisierungseffekten unter den einzelnen Marken führt.

Winterkorn skizzierte zudem seine langfristigen Zielvorgaben für die beiden größten Marken. So solle Audi in den kommenden zehn Jahren zum weltweit erfolgreichsten Premiumhersteller aufsteigen. Derzeit streiten sich BMW  und die zu DaimlerChrysler  gehörende Marke Mercedes-Benz regelmäßig um diese Auszeichnung.

Die Marke VW solle zum "innovativsten Volumenhersteller" mit der besten Qualität in dieser Klasse aufsteigen. Die in den vergangenen Jahren mit Verlusten kämpfende Kernmarke müsse "möglichst schnell noch mehr Glanz" erhalten, führte Winterkorn den Angaben des Teilnehmers zufolge aus.

manager-magazin.de mit Material von ddp