VW-Affäre Urteil gegen Hartz rechtskräftig

Das Urteil gegen den früheren VW-Personalvorstand Peter Hartz in der VW-Korruptionsaffäre ist rechtskräftig. Weder Staatsanwaltschaft oder Verteidigung noch der 65-jährige Hartz selbst sind in Revision gegangen. Eine Anklage gegen Betriebsrat Klaus Volkert wurde noch nicht erhoben.

Braunschweig - Dies teilte das Landgericht Braunschweig am Freitag mit. Mit Ablauf der Frist am 1. Februar sei das Urteil rechtskräftig. Das Landgericht hatte Hartz vor gut einer Woche wegen Untreue und Begünstigung eines Betriebsrates zu zwei Jahren Haft auf Bewährung und einer Geldstrafe von 576.000 Euro verurteilt.

Dem Urteil war eine Absprache zwischen Gericht, Staatsanwaltschaft und Verteidigung vorausgegangen.

Das Gericht hatte Hartz für schuldig befunden, dem früheren VW-Betriebsratschef Klaus Volkert heimlich Sonderboni von fast zwei Millionen Euro zugeschanzt zu haben. Der Prozess gegen Hartz ist der erste in der im Sommer 2005 aufgeflammten Affäre um Schmiergelder, Lustreisen und Prostituiertendienste für Betriebsräte auf Konzernkosten.

Gegen Volkert ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Anstiftung zur Untreue. Anklage wurde noch nicht erhoben.

manager-magazin.de mit dpa