Merck Isländer wollen Generikasparte

Mindestens zwei Hersteller für Nachahmermedikamente streiten sich um den Kauf der Generikasparte von Merck. Nach dem indischen Konzern Ranbaxy hat nun auch ein isländisches Unternehmen offiziell Interesse bekundet.

Frankfurt am Main - Der isländische Generikahersteller Actavis hat sein Interesse für die Generikasparte von Merck  angemeldet. "Wir bereiten uns auf ein Gebot vor", zitierte die "Financial Times Deutschland" Actavis-Chef Robert Wessman.

Die Finanzierung für eine Due-Diligence-Prüfung stehe bereit. Bekäme Actavis den Zuschlag, entstünde der weltweit drittgrößte Konzern für Nachahmermedikamente, wie die Zeitung weiter berichtete.

Merck hatte Anfang des Monats mitgeteilt, einen Verkauf des Geschäftes zu prüfen, dessen Wert in Branchenkreisen auf etwa vier Milliarden Euro geschätzt wird. Eine Entscheidung, ob sich der Darmstädter Konzern von der Sparte trennen will, soll noch im ersten Halbjahr fallen, hatte Merck-Pharmavorstand Elmar Schnee Mitte des Monats gesagt.

Branchenkreisen zufolge sind bereits die Beteiligungsgesellschaften TPG, Permira und Cinven an einer Übernahme interessiert. Der indische Generikakonzern Ranbaxy hat bereits offiziell mitgeteilt, das Merck-Geschäft auf dem Radar zu haben.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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