Lidl Managerschwund beim Aldi-Jäger

Lidl-Chefkontrolleur Klaus Gehrig hat eingeräumt, dass der Discounter Personalprobleme hat. Der Konzern hat deshalb erstmals einen Deutschland-Geschäftsführer für Personal und Soziales berufen, der auch Hauptschülern den Weg ins Management ermöglichen soll.

Hamburg - Der nach Aldi zweitgrößte deutsche Discounter Lidl hat Schwierigkeiten bei der Rekrutierung von Nachwuchsmanagern. Die berichtet das manager magazin in seiner neuen Ausgabe, die am Freitag (26. Januar) erscheint. "Wir müssen die Mitarbeiter länger an uns binden", sagte Aufsichtsratschef Klaus Gehrig.

Da es für Lidl immer schwieriger wird, geeignetes Managementpersonal unter Universitätsabsolventen zu finden, will der Konzern die Karrierechancen für Nicht-Akademiker verbessern.

Lidl setzt bei der Rekrutierung künftig auf Real- und auch auf Hauptschüler. Diesen sollen größere Karrierechancen im Unternehmen geboten werden, die über den Posten des Filialleiters hinaus bis in die Managementränge reichen.

Gleichzeitig hat Lidl Deutschland erstmals einen Geschäftsführer ernannt, der für die Bereiche Personal und Soziales verantwortlich ist. Seit Anfang des Jahres ist Jürgen Kisseberth für diesen Bereich zuständig.

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