EADS Haupteigner einig über Kapitalerhöhung

Die EADS-Haupteigner haben sich nach Informationen von manager magazin über eine Kapitalerhöhung verständigt. EADS-Co-Chairman Manfred Bischoff verteidigt im Interview zugleich den Bau des bislang verlustreichen neuen Super-Airbus A380.

Hamburg - Es gebe zwischen den Großaktionären einschließlich des französischen Staates "ein gemeinsames Verständnis darüber, wie die Kapitalausstattung in Zukunft aussehen soll", sagte EADS-Co-Chairman Manfred Bischoff dem manager magazin im Interview. Das vollständige Gespräch lesen Sie in der neuen Ausgabe 2/2006, die ab Freitag (26. Januar) am Kiosk ist.

Laut Bischoff ist eine Stärkung des Eigenkapitals notwendig, "um das Unternehmen krisenfester zu machen". EADS  leidet derzeit stark unter den Milliarden-Einbußen bei der wichtigsten Tochtergesellschaft Airbus.

Als Weg zu mehr Eigenkapital nannte Bischoff eine Kapitalerhöhung, die nur neue Aktionäre zeichnen könnten. Dies würde den Streubesitz erhöhen, ließe aber das Kräfteverhältnis zwischen den deutschen und französischen Großaktionären unangetastet. Möglich sei auch der Griff nach Finanzinstrumenten mit Eigenkapitalcharakter.

Bischoff verteidigt zugleich den bislang verlustreichen neuen Super-Airbus A380. Das Projekt sei nach wie vor ertragreich. Allerdings werde die Gewinnschwelle nun erst bei einer höheren Stückzahl erreicht als zunächst geplant.

Bislang hatte Airbus die Grenze bei 270 verkauften Maschinen angesetzt. Jetzt wird die Gewinnzone nach Bischoffs Angaben rechnerisch erst bei 420 Verkäufen erreicht, wobei die geplanten Kosten und ein Dollarkurs von 1,12 Euro unterstellt sind.