Lufthansa-Tarifrunde 2,3 Prozent sind nicht genug

Verdi hat in den Tarifverhandlungen für die Boden- und Kabinenbeschäftigten ein erstes Angebot der Lufthansa abgelehnt. 2,3 Prozent mehr Gehalt befindet die Gewerkschaft als unzureichend.

Berlin/Frankfurt am Main - In der Tarifrunde für das Kabinen- und Bodenpersonal hat die Lufthansa  ein erstes Angebot gemacht. Die 42.000 Beschäftigten sollen 2,3 Prozent mehr Gehalt und eine Einmalzahlung von 200 Euro im Januar und Februar bekommen, wie die Lufthansa am Donnerstag in Frankfurt mitteilte.

Die Gewerkschaft Verdi lehnte die Offerte umgehend ab. "Unsere Verhandlungskommission hat das Angebot geprüft und für unzureichend befunden", sagte eine Gewerkschaftssprecherin am Donnerstag. Lufthansa sei zur Abgabe eines besseren Angebots aufgefordert worden. Die Gewerkschaft Verdi war mit einer Forderung von 5,8 Prozent mehr Geld in die Verhandlungen gegangen, die Mitte Dezember begonnen hatten.

Die Verhandlungen sollen nun am 31. Januar und 1. Februar fortgesetzt werden, wie die Gewerkschaftssprecherin ankündigte. Verdi kritisiert sowohl den Inhalt als auch die vorgesehene Laufzeit des von Lufthansa angebotenen Vertrages. 14 Monaten seien zu lange, sagte die Sprecherin. Statt der Einmalzahlungen fordert die Gewerkschaft zudem eine rückwirkende Lohnerhöhung ab Januar.

Die Lufthansa bietet nach Angaben eines Sprechers zudem an, die die Vereinbarung über eine Beteiligung der Mitarbeiter am Konzernergebnis zu ähnlichen Bedingungen wie in den Vorjahren zu erneuern. Die Fluggesellschaft erwartet im laufenden Jahr einen operativen Gewinn von rund 750 (Vorjahr: 577) Millionen Euro. Im Lufthansa-Konzern gibt es weltweit rund 90 000 Beschäftigte. Die Piloten und Mitarbeiter im Ausland sind von den Tarifverhandlungen nicht betroffen.

manager-magazin.de mit Material von dpa

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.