Mitsubishi Fern, so fern dem Heimatland

Japans Autokonstrukteur Mitsubishi Motors überlegt, außerhalb des Inselstaates Fabriken hochzuziehen. Einen möglichen Standort hat das Unternehmen angeblich schon im Auge, und auch einen Partner aus Europa dafür. Doch der will davon nichts wissen.

Tokio - Der japanische Autohersteller Mitsubishi Motors erwägt die Produktion von Autos in Russland.

"Lokale Produktionen, sind eine Alternative, unser Geschäft auszuweiten", teilte Mitsubishi am Freitag mit. Der Konzern hat eigenen Angaben zufolge bereits die Regierung in Moskau kontaktiert, um die Möglichkeiten für eine Autoproduktion in dem Land auszuloten.

Auch eine Marktstudie wurde in Auftrag gegeben. Detaillierte Pläne gebe es aber noch nicht, so Mitsubishi.

Damit reagierte der Konzern auf einen Bericht der Zeitung "Nihon Keizai Shimbun", wonach Mitsubishi zusammen mit dem französischen Partner PSA Peugeot Citroen 50 Milliarden Yen in den Bau einer Fabrik am Stadtrand von St. Petersburg plant. Die Produktionsanlage soll eine Kapazität von 200.000 Autos pro Jahr haben.

Peugeot bestritt die angeblich geplante Zusammenarbeit mit Mitsubishi in Russland. Mitsubishi sei ein Partner wie jeder andere auch, es geben aber kein gemeinsames Projekt in Russland, sagte ein Sprecher. Gleichwohl prüfe Peugeot derzeit seine Optionen für das Land.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx