Arcelor Mittal Stahlriese will nicht klagen

Schlechte Nachrichten für ThyssenKrupp: Der weltgrößte Stahlkonzern Arcelor Mittal will nun doch nicht gegen die niederländische Stiftung klagen, die offiziell die Anteile an Dofasco hält. Die Aussichten auf einen Erfolg der Klage seien zu gering, hieß es.

Luxemburg - Der weltgrößte Stahlkonzern Arcelor Mittal sieht keine Chance mehr für einen Verkauf des zum Konzern gehörenden kanadischen Stahlherstellers Dofasco an ThyssenKrupp .

Der Vorstand beschloss nach Mitteilung vom Mittwoch in Luxemburg, auf eine Klage gegen jene niederländische Stiftung zu verzichten, die offiziell die Anteile an Dofasco hält. Die Aussichten auf einen Erfolg der Klage seien nach Einschätzung der Hausjuristen "gering", hieß es.

ThyssenKrupp hat gegen Mittal  Steel geklagt, weil Mittal den Verkauf des höchst profitablen Stahlherstellers Dofasco an die Deutschen versprochen hatte, falls es gelinge, Arcelor  zu übernehmen.

Arcelor hatte im Übernahmekampf gegen Mittal die Dofasco-Anteile an die Stiftung übertragen, um diese dem Zugriff Mittals zu entziehen. Nach der Fusion von Mittal Steel und Arcelor verlangt ThyssenKrupp die Einhaltung des Verkaufsversprechens. Mittal verwies darauf, dieses Versprechen sei nur unter der Voraussetzung gegeben worden, dass man auch wirklich zum Verkauf Dofascos in der Lage sei.

Das Management des neuen Konzerns Arcelor Mittal erklärte, die Auflösung der Stiftung auf dem Klagewege habe keine Chance auf Erfolg. Der Vorstand der Stiftung habe zuvor bereits offizielle Aufforderungen von Arcelor und Mittal zur Selbstauflösung abgelehnt.

Die im Dezember vergangenen Jahres in Rotterdam eingereichte Klage ThyssenKrupps wegen Nichteinhaltung des Verkaufsversprechens sei nicht berechtigt. Mittal habe alles unternommen, um die Vereinbarung umzusetzen. "Mittal Steel ist nicht verpflichtet, einen Rechtsstreit zu beginnen, der nur eine geringe Erfolgschance hat."

manager-magazin.de mit Material von dpa

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