EADS Lösung für Anteil von DaimlerChrysler

Nach langem Ringen ist für die zum Verkauf stehenden 7,5-prozentige Beteiligung von DaimlerChrysler an EADS jetzt eine Regelung gefunden. "Die Lösung steht", sagte ein Regierungssprecher am Mittwoch. Details sollten noch im Januar vorgestellt werden.

Hamburg - "Die Teilnehmer haben zusammengefunden", sagte Regierungssprecher Ulrich Wilhelm. Letzte Abstimmungen über die Details der Vereinbarung liefen derzeit. "Ich erwarte, dass man die Ergebnisse Ende Januar vorstellen kann."

In deutschen Presseberichten hatte es am Morgen geheißen, eine Lösung stehe unmittelbar bevor. Unterdessen verdichten sich Hinweise darauf, dass auch ausländische Geldgeber beteiligt sein sollen.

Die Bundesregierung hatte sich in den vergangenen Monaten bemüht, ein privates Konsortium beim europäischen Luft- und Raumfahrtkonzern zu beteiligen, nachdem DaimlerChrysler  den Wunsch geäußert hatte, einen 7,5-prozentigen Anteil seiner EADS-Beteiligung zu verkaufen.

Die "Financial Times Deutschland" (FTD) berichtete überdies, dem Finanzkonsortium gehörten maßgeblich internationale Investmentbanken an. Die US-Bank Morgan Stanley  und die schweizerische Credit Suisse wollten im Rahmen der geplanten Derivatekonstruktion bei EADS  einsteigen, sei aus Finanz- und Regierungskreisen verlautet.

Die US-Bank Goldman Sachs gehört bereits zur Kerngruppe aus vier Banken, die der Bundesregierung vor Weihnachten ihre Teilnahme fest zugesagt haben. Die drei ausländischen Institute sollen ungefähr ein Fünftel des Pakets im Wert von 1,5 Mrd EUR übernehmen, schrieb die "FTD".

Ursprünglich hatte es stets geheißen, dass es sich um ein deutsches Finanzkonsortium handeln solle, um das deutsch-französische Machtgleichgewicht bei EADS zu wahren.

manager-magazin.de mit Material von dpa, ap und dow jones

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