Difa Der Eine-Milliarde-Euro-Deal

Die Fondsgesellschaft Difa räumt auf - und trennt sich von Immobilien im Gesamtwert von gut einer Milliarde Euro. Es sind deutsche Immobilien, die verkauft werden. Für die sei es aktuell ein Leichtes, Käufer zu finden.

Hamburg - Die Difa, der Anbieter offener Immobilienfonds der Volks- und Raiffeisenbanken, bereitet den Verkauf eines Pakets mit rund 40 Objekten in Deutschland für mehr als eine Milliarde Euro vor. Ein Difa-Sprecher sagte der "Financial Times Deutschland", dass der Immobiliendienstleister Atisreal mit der Vermarktung des Portfolios beauftragt worden sei.

Betroffen seien vor allem jene Immobilienfonds, die sich auf Deutschland konzentrieren. Regional könne man durch die Transaktion die Risiken besser streuen, außerdem könne man den Anteil der Büroimmobilien im Portfolio so etwas senken und damit etwas für die Risikodiversifikation tun, so der Sprecher gegenüber manager-magazin.de. Derzeit sei das Interesse der ausländischen Investoren an deutschen Immobilien sehr groß.

Zugekauft werden soll dagegen im Ausland. Das ist nicht der erste Schritt der Difa in Richtung einer internationaleren Ausrichtung. Bereits im vergangenen Jahr trennte sich das Unternehmen von deutschen Immobilien, die sie im sogenannten Nautilus-Paket bündelten. Auch die Konkurrenz versucht, sich von deutschen Immobilien zu trennen und ihre Portfolios stattdessen mit Objekten aus aller Welt zu bestücken.

Im Falle der Difa bleibt Deutschland aber auch nach einem erfolgreichen Verkauf mit dann noch mehr als 5,3 Milliarden Euro Immobilienvermögen und über 80 Objekten der wichtigste Einzelländermarkt der Difa. Die Bundesrepublik werde jedoch ein deutlich geringeres Gewicht als in der Vergangenheit einnehmen, sagte der Sprecher. Er rechnet damit, dass die Transaktion in gut sechs Monaten beendet sein wird.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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