Volkswagen Traumstart für Winterkorn

Volkswagen hat im vergangenen Jahr über 5,7 Millionen Autos abgesetzt und damit eine Bestmarke aufgestellt. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Verkauf um 9,3 Prozent. "Zu diesem Rekord haben alle Marken beigetragen", sagte der neue Konzernchef Martin Winterkorn.

Detroit - Volkswagen  hat im abgelaufenen Jahr weltweit 5,73 Millionen Fahrzeuge verkauft, soviel wie nie zuvor. Die Auslieferungen an Kunden hätten sich dank neuer Modelle gegenüber dem Vorjahr um 9,3 Prozent erhöht, teilte Europas größter Autokonzern auf der US-Autoschau in Detroit mit. "Der Konzern hat in allen wesentlichen Regionen die Auslieferungszahlen deutlich gesteigert", sagte der neue Vorstandschef Martin Winterkorn.

Auf dem Heimatmarkt in Deutschland steigerte Volkswagen die Auslieferungen um 7,3 Prozent auf 1,11 Millionen Fahrzeuge. Insgesamt wurden in Westeuropa 3,11 Millionen Autos verkauft, 5,8 Prozent mehr als vor Jahresfrist.

In China, dem wichtigsten Auslandsmarkt der Wolfsburger, habe der Konzern seine Marktführerschaft verteidigt und 711.000 Fahrzeuge an Kunden ausgeliefert. Der Zuwachs belief sich dort auf 24,3 Prozent. Auf dem wichtigen US-Markt setzte Volkswagen mit 330.000 Fahrzeugen knapp sechs Prozent mehr ab als vor Jahresfrist.

Die Kernmarke VW Pkw lieferte weltweit 3,39 Millionen Fahrzeuge aus, das waren 10 Prozent mehr als vor einem Jahr. Auch das war nach Konzernangaben ein neuer Rekord. Ihre Ingolstädter Schwestermarke Audi verkaufte weltweit 905.000 Fahrzeugen, ein Plus von 9,2 Prozent.

Auch die einst umstrittenen Exotenmarken im VW-Konzern gaben Gas: Der britische Luxushersteller Bentley steigerte die Zahl der Auslieferungen um 7,1 Prozent auf 9.200 Fahrzeuge, eine Bestmarke. 2.087 verkaufte Fahrzeuge bedeuten auch für die italienische Supersportwagenmarke Lamborghini einen Absatz-Rekord. Damit konnte eine Steigerung von 30,4 Prozent zum Vorjahr erzielt werden. Erstmals unter dem Dach des Volkswagen-Konzerns lieferte die Marke Bugatti im vergangenen Jahr 47 Fahrzeuge weltweit aus.

Volkswagen Nutzfahrzeuge verzeichnete im vergangenen Jahr mit 442.000 Auslieferungen an Kunden erneut ein Absatzplus von 10 Prozent und auch eine historische Bestmarke.

Winterkorn, der seit Anfang Januar den Konzern führt und Bernd Pischetsrieder abgelöst hat, will dem Vernehmen nach am Mittwoch dem Aufsichtsrats-Präsidium eine neue Konzernstruktur vorstellen, bevor am Donnerstag der Aufsichtsrat tagt. Nach den Plänen soll es wieder einen Produktions- und einen Entwicklungschef für den gesamten Konzern geben.

Zudem sollen die Marken neu eingeteilt werden - in eine Gruppe für das Massengeschäft mit VW, Skoda und Seat sowie eine Premiumgruppe mit Audi , Bentley, Bugatti und Lamborghini. Bislang teilt sich das Pkw-Geschäft in eine Markengruppe mit VW, Skoda, Bugatti und Bentley auf und eine andere mit Audi, Seat und Lamborghini. Nach wie vor offen ist die Zukunft von VW-Markenchef Wolfgang Bernhard. Mit einer Entscheidung, ob Bernhard das Unternehmen verlässt, wird in dieser Woche gerechnet.

manager-magazin.de mit Material von reuters, dpa und ap

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