DaimlerChrysler Rekordjahr für Mercedes

2006 war ein gutes Jahr für den Stuttgarter Autohersteller. Die Mercedes-Gruppe erreichte mit einem deutlichen Absatzplus das selbstgesteckte Ziel - obwohl die Kleinstwagentochter Smart weiter schwächelt.

Stuttgart - Der Autobauer DaimlerChrysler  hat 2006 weltweit 3,2 Prozent mehr Autos seiner Pkw-Markengruppe Mercedes verkauft. Der weltweit fünftgrößte Autokonzern teilte am Freitag mit, im vergangenen Jahr seien 1,26 Millionen Pkw der Marken Mercedes-Benz, Maybach und Smart verkauft worden, so viele wie noch nie. Von der Marke Mercedes-Benz seien 1,148 Millionen Fahrzeuge ausgeliefert worden. Damit lägen die Verkaufszahlen um 6,5 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Vom Kleinwagen Smart wurden dagegen nur 112.100 Einheiten ausgeliefert, was einem Absatzrückgang von fast 22 Prozent entspricht. Smart hatte im Sommer die Produktion des viertürigen Modells ForFour eingestellt und verkauft seitdem nur noch den zweisitzigen Stadtflitzer ForTwo, dessen neues Modell im April auf den Markt kommt.

Auf dem Heimatmarkt in Deutschland habe Mercedes-Benz die Verkaufszahlen auf 324.000 (2005: 319.900) leicht gesteigert und damit die Position als absatzstärkste Premium-Marke behauptet, teilte DaimlerChrysler mit. Mercedes-Benz liefert sich seit einem Jahr ein Wettrennen mit dem Münchener Rivalen BMW  darum, wer weltweit absatzstärkster Nobelmarken-Hersteller ist. 2005 hatte BMW Mercedes erstmals als absatzstärksten Autobauer im Premium-Segment übertrumpft. Auch 2006 wollen die Münchener die Spitzenposition behalten. BMW will seine Absatzzahlen auf der Autoschau in Detroit präsentieren, die am Wochenende beginnt.

Besonders erfolgreich war Mercedes-Benz dank neuer Modelle im vergangenen Jahr in den USA und in der Region Asien/Pazifik. Auf dem wichtigen US-Markt lieferte die Marke 11 Prozent mehr an Kunden aus und erreichte mit 248.100 verkauften Pkw einen Rekordwert. In der Region Asien/Pazifik legte Mercedes-Benz ebenfalls um 11 Prozent zu. In China stieg der Absatz sogar um 33 Prozent auf 21.100 Einheiten. In Westeuropa erhöhten sich die Auslieferungen um 4 Prozent auf 685.200 Pkw.

manager-magazin.de mit Material von dpa und rtr