US-Absatz Gute Jahresbilanz für VW & Co.

VW hat im Dezember in den USA zwar 23 Prozent weniger Autos verkauft als im Vorjahresmonat, doch im Gesamtjahr verbuchte der Konzern ein Plus von knapp 5 Prozent. Das Jahresplus bei Porsche liegt bei 7 Prozent, Mercedes-Benz bringt es in den USA sogar auf 11 Prozent.

New York - Europas größter Automobilhersteller Volkswagen  hat im schwierigen US-Markt für das 2006 ein ordentliches Absatzplus verbuchen können. Die Marke habe im abgelaufenen Jahr insgesamt 235.140 Fahrzeuge in den USA verkauft und damit ein Plus von 4,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr erzielt, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Wolfsburg mit.

Im Dezember 2006 habe der Konzern allerdings nur 19.942 Autos an Kunden ausgeliefert, das sind 23,2 Prozent weniger als noch vor einem Jahr.

Beliebtestes VW-Modell in den USA sei 2006 wie im Vorjahr wieder der neue Jetta mit 103.331 ausgelieferten Fahrzeugen gewesen. Danach folgten Passat mit 54.208 Verkäufen und New Beetle mit 35.110 Auslieferungen, hieß es in der Mitteilung.

Porsche mit Absatzrekord

Der Sportwagenhersteller Porsche  hat 2006 in Nordamerika einen Absatzrekord eingefahren. Ausgeliefert wurden 36.095 Fahrzeuge, 7 Prozent mehr als im Jahr davor, teilte Porsche in Stuttgart mit. Im Dezember stagnierte der Absatz jedoch - im letzten Monat des Jahres wurden 2947 Fahrzeuge verkauft nach 2944 im Jahr zuvor.

Treiber des Wachstums 2006 seien die Sportwagen gewesen, während der luxuriöse Geländewagen Cayenne deutlich Absatzeinbußen hinnehmen musste. Allerdings erwartet Porsche ab dem Frühjahr nach Einführung der neuen Cayenne-Generation wieder Zuwächse. Der modellgepflegte Geländewagen feiert am 8. Januar auf der Automesse in Detroit Premiere.

Die neue 911er-Baureihe wurde 12.702 mal verkauft, was einem Zuwachs von 19 Prozent entspricht. Die größte Steigerungsrate habe aber die Boxster-Baureihe (Boxster, Cayman) mit einem Zuwachs von 46 Prozent auf 12.163 Fahrzeuge erfahren. Beim Cayenne gingen die Verkäufe um 23 Prozent auf 11.141 Fahrzeuge zurück.

Mercedes-Benz hui, Chrysler pfui

Mercedes-Benz hui, Chrysler pfui

DaimlerChrysler  hat im Dezember in den USA etwas weniger Autos verkauft als vor einem Jahr. Der Absatz sei um ein Prozent auf 218.530 Stück gesunken, teilte das Unternehmen in New York mit. Der Absatz von Fahrzeugen der Chrysler-Gruppe stieg um 1 Prozent auf 190.415 Stück, während der Absatz von Mercedes-Benz-Fahrzeugen um 10 Prozent auf 28.115 sank.

Für das Gesamtjahr ergibt sich ein gegenläufiges Bild. Zwischen Januar und Dezember steigerte Mercedes-Benz den Absatz in den Vereinigten Staaten um 11 Prozent auf 248.080 Stück. Chrysler verzeichnete dagegen einen Rückgang um 7 Prozent auf 2,142 Millionen Fahrzeuge.

BMW mit Rekord im Dezember

BMW  hat in den Vereinigten Staaten den Absatz im Dezember deutlich gesteigert. Mit 33.417 verkauften Fahrzeugen seien 16 Prozent mehr als vor einem Jahr und damit so viel wie noch nie in einem Monat zuvor verkauft worden, teilte das Unternehmen in Woodcliff Lake mit.

Im Gesamtjahr seien 313.603 (Vorjahr: 307.020) Fahrzeuge verkauft worden. Auch dies sei ein neuer Rekordwert. Der starke Anstieg im Dezember ging auf ein deutliches Plus bei Fahrzeugen der Marke BMW zurück, während der Absatz von Mini-Autos kaum zulegte.

manager-magazin.de mit Material von dpa, reuters

Mehr lesen über