Altersvorsorge Sichere Rente, Teil II

Die Altersvorsorge der Selbstständigen soll sicherer werden. Das plant zumindest ein Gesetz der Regierung, das bald in Kraft treten soll. Kern des Vorhabens: Ein verbesserter Schutz vor Gläubigern.

Berlin - Künftig wird die Altersvorsorge Selbstständiger in gleicher Weise vor Gläubigern geschützt wie der Rentenanspruch abhängig Beschäftigter. Das war bislang nicht so: Einkünfte Selbstständiger genossen bislang keinen Pfändungsschutz, dass heißt, konnten im Ernstfall gepfändet werden. In Einzelfällen konnte das dazu führen, dass Betroffene ihre gesamte Alterssicherung verloren und im Alter auf staatliche Unterstützung angewiesen waren.

Alles Geschichte; zumindest ist das der Plan der Bundesregierung. Ein entsprechendes Gesetz wurde durch die verschiedenen Gremien gebracht und muss nur noch die letzten Hürden nehmen. "Da dürfte jetzt nichts mehr dazwischen kommen", so ein Mitarbeiter des Justizministeriums gegenüber manager-magazin.de. und verwies darauf, dass das Gesetz dann auch in Kraft treten könne.

Um Missbrauch zu vermeiden, soll der Pfändungsschutz nur für aufgebautes Vermögen gelten, das unwiderruflich in eine Altersvorsorge eingezahlt wurde. Die Leistungen aus dem angesparten Kapital dürfen erst mit Eintritt des Rentenfalls oder im Fall der Berufsunfähigkeit ausschließlich als lebenslange Rente ausgezahlt werden. Darüber hinaus muss der Versicherte unwiderruflich darauf verzichten, über seine Ansprüche aus dem Versicherungsvertrag zu verfügen und sie beispielsweise beim Kauf einer Immobilie zu beleihen.

Die Staffelbeträge, die jährlich unpfändbar angelegt werden können, reichen von 2000 Euro bei einem 18-Jährigen bis zu 9000 Euro bei einem über 60-Jährigen. In den Pfändungsschutz werden auch die Renten aus steuerlich geförderten Altersvorsorgevermögen wie beispielsweise der Riester-Rente einbezogen.

manager-magazin.de mit Material von ddp

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