Sonntag, 31. Mai 2020

McKinsey Saudi Aramco wertvollstes Unternehmen der Welt

Nach Berechnungen der Unternehmensberatung McKinsey ist der saudi-arabische Ölkonzern Saudi Aramco das wertvollste Unternehmen der Welt - weit vor dem teuersten Börsenkonzern ExxonMobil. Die Studie zeigt, welche enormen Summen einige Staaten erlösen könnten, wenn sie ihre Ölförderer an die Börse brächten.

Hamburg/London – Der Unternehmensberatung zufolge ist der der staatliche saudi-arabische Ölkonzern Saudi Aramco 781 Milliarden Dollar wert und damit das derzeit wertvollste Unternehmen weltweit. Der börsennotierte amerikanische Konkurrent ExxonMobil Börsen-Chart zeigen kommt hingegen auf eine Marktkapitalisierung von zuletzt 454 Milliarden Dollar.

Ölraffinerie in Saudi-Arabien: Auch Mexiko und Venezuela können noch staatliche Schätze heben
Die McKinsey-Berater haben in ihrer Studie gemeinsam mit der "Financial Times" versucht, den Wert der größten nicht börsennotierten Unternehmen zu ermitteln. Dabei gingen sie von einem fiktiven Börsengang der Konzerne im Jahr 2005 aus und berechneten, wie hoch deren Aktienwert heute vermutlich wäre.

Die Berater betonen, der hohe Wert von Saudi Aramco sei durch die Reformen zu erklären, die das Unternehmen in den vergangenen Jahren durchlaufen haben. Es gehöre heute zu den fortschrittlichsten Ölfirmen überhaupt.

Auch Sparkassen vertreten

Die Ergebnisse der Studie machen laut McKinsey den großen Einfluss deutlich, den nicht börsennotierte und staatliche Unternehmen über weite Bereiche der Weltwirtschaft ausüben.

In den Top Ten landen gleich neun staatliche Ölunternehmen – so etwa Pemex aus Mexiko (415 Milliarden Dollar) auf Platz zwei und Petróleos de Venezuela (388 Milliarden Dollar) auf Rang drei der nicht börsennotierten Giganten.

Auch Beteiligungsgesellschaften wie Kohlberg Kravis Roberts (KKR) – gerade durch die Beteiligung an der Übernahme von ProSiebenSat.1 in den Schlagzeilen – landen weit vorne. KKR ist laut McKinsey 83 Milliarden Dollar wert, der Konkurrent Carlyle Group komme auf 71 Milliarden.

Aus Deutschland schafften es die Sparkassen-Gruppe (Platz 14) und der Pharmakonzern Boehringer Ingelheim (Rang 35) auf die Liste der börsenfernen Schwergewichte.

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