Renault Billig ist Trumpf

Der französische Autobauer Renault setzt auf das Billigauto Logan. Ab 2009 werden jährlich eine Million Stück des Logan vom Band rollen. Die Autos sollen vor allem in Schwellenländern wie Indien verkauft werden.

Paris - "Unser internationales Wachstum basiert größtenteils auf dem Logan", sagte ein Renault-Sprecher der Branchenzeitung "Automotive News Europe". Ab 2009 sei die Produktion von bis zu einer Million Fahrzeuge der Tochtermarke Dacia geplant.

Damit würde der Logan, der im vergangenen Jahr einen Anteil von 4 Prozent an den Verkäufen der Gruppe hatte, einen Anteil von annähernd einem Drittel erreichen. "Die Logan-Familie wird den Großteil des zusätzlichen Volumens ausmachen, das wir bis Ende 2009 anstreben", so der Sprecher.

Der Preis für den Dacia Logan Kombi, der im Januar von den offiziellen Renault-Dacia-Händlern ausgeliefert wird, liegt in Deutschland bei 8400 Euro.

Erst in der vergangenen Woche hatte Renault  verkündet, die Zusammenarbeit mit dem indischen Partnerunternehmen Mahindra & Mahindra deutlich auszubauen. In einem neuen Montagewerk sollen pro Jahr bis zu 500.000 Fahrzeuge der Marke Logan für den indischen Markt produziert werden. Renault wolle jedoch keine Anteile an dem indischen Konzern übernehmen.

Dieses Projekt sei ein wichtiger Schritt in der Wachstumsstrategie, sagte Renault-Chef Carlos Ghosn. "Wir müssen in Indien erfolgreich sein, wenn wir unser Ziel erreichen wollen." Offen ist noch, wo die neue Fabrik errichtet werden soll. Auch die Kosten sind noch unbekannt; sie dürften laut Ghosn jedoch deutlich unter einer Milliarde Dollar liegen.

Angesichts eines schleppenden Absatzes in Westeuropa kündigte Ghosn zugleich an, die Produktion zurückzufahren. Dies sei ein temporärer Schritt, sagte der Renault-Chef. In der zweiten Jahreshälfte 2007 dürfte der Absatz nach einer Modelloffensive wieder zulegen. Ghosn ließ offen, wie viele Arbeitsplätze von der Produktionseinschränkung betroffen sind.

manager-magazin.de mit Material von dow jones, dpa, reuters