10 Jahre T-Aktie Gewaltige Baustelle

Mit ihrem Börsengang vor zehn Jahren weckte die Deutsche Telekom Hoffnungen bei deutschen Aktionären. Doch nach dem Platzen der Börsenblase folgen Jahre der Enttäuschungen und des Umbruchs: Der neue Chef Rene Obermann steht vor großen Aufgaben.

18. November 1996: Die Telekom platziert 713 Millionen Aktien zum Preis von 28,50 DM (14,57 Euro) an der Börse. Viele Anleger in Deutschland werden erstmals Aktionäre.

01. Januar 1998: Der deutsche Telekommunikationsmarkt wird liberalisiert.

20. April 1999: Telecom Italia und Telekom geben bekannt, sich zu einem neuen Telefonriesen zusammenschließen zu wollen. Dieser Plan scheitert. Wenig später zerbricht auch das Bündnis mit France Télécom (Global One).

28. Juni 1999: Zweiter Börsengang der Telekom. 280 Millionen neue Aktien werden zum Preis von 39,50 Euro ausgegeben.

06. August 1999: Die Telekom gibt die Übernahme des britischen Mobilfunkbetreibers One2One bekannt. Der Preis liegt bei 10 Milliarden Euro.

06. März 2000: Mit 103,50 Euro erreicht die T-Aktie ihren höchsten Kurs.

17. April 2000: Die Telekom bringt die Tochterfirma T-Online an die Börse. Ausgabepreis: 27 Euro.

Der Bund macht Kasse

19. Juni 2000: Erstmals verkauft der Bund zum Preis von 66,50 Euro ein Paket von 200 Millionen T-Aktien über die Börse.

24. Juli 2000: Der Telekom-Vorstand kündigt den Erwerb des US- Mobilfunkbetreibers VoiceStream an. Preis: 50,7 Milliarden US-Dollar.

31. Juli 2000: Die UMTS-Mobilfunkauktion beginnt. Die Telekom ersteigert drei Wochen später eine von sechs Lizenzen und muss dafür mehr als 8,5 Milliarden Euro bezahlen.

21. Februar 2001: Die Telekom korrigiert ihr Immobilenvermögen um 2 Milliarden Euro nach unten. Die Wertberichtigung löst eine Welle von Protesten und Klagen gegen den Vorstand aus.

16. Juli 2002: Nachdem er im Aufsichsrat keinen Rückhalt mehr hat, kündigt Vorstandschef Ron Sommer seinen sofortigen Rücktritt an. Aufsichtsrat Helmut Sihler führt interimistisch die Geschäfte.

30. September 2002: Die T-Aktie rutscht auf ein Allzeittief von 8,42 Euro.

14. November 2002: Aufsichtsrat ernennt Mobilfunkchef Kai-Uwe Ricke zum neuen Telekom-Vorstandsvorsitzenden. Der Konzern wird umgebaut und auf einen harten Sparkurs geschickt.

09. Oktober 2004: T-Online wird von der Börse geholt und in den Mutterkonzern reintegriert.

12. November 2006: Ricke tritt zurück. Nachfolger soll der Chef von T-Mobile, René Obermann, werden.

manager-magazin.de mit Material von dpa