Eon Endesa will Klagen zurückziehen

Durch zwei Klagen, die der spanische Versorger Endesa bereits eingereicht hat, könnte der Übernahmekampf von Eon sich weiter verzögern. Doch nun deutet sich ein Entgegenkommen an. Endesa plant offenbar, die beiden juristischen Abwehrmaßnahmen zurück zu nehmen.

Düsseldorf - In der Übernahmeschlacht um den spanischen Stromversorger Endesa  dürften in den nächsten Tagen dem "SPIEGEL" zufolge weitere juristische Hürden fallen.

Der spanische Stromversorger plane zwei entscheidende Klagen zurückzuziehen, berichtete "DER SPIEGEL". Endesa hatte in den vergangenen Monaten Klagen gegen Gas Natural und die spanische Regierung eingereicht. Obwohl sich die Verfahren nicht direkt gegen Eon  richten, könnten sie eine Zulassung der 37-Milliarden-Offerte bei der spanischen Börsenaufsicht verzögern. Und daran scheine Endesa kein Interesse zu haben.

Eon-Chef Wulf Bernotat hoffe, die zermürbende Endesa-Übernahme bis spätestens zum Frühjahr nächsten Jahres erfolgreich abschließen zu können. Mit einer endgültigen Zulassung des Milliarden-Angebotes durch die spanische Börsenaufsicht rechnet der Konzern innerhalb der nächsten Wochen. "Dann", so Eon-Chef Bernotat zum "SPIEGEL", "könnten die Endesa-Aktionäre innerhalb von 60 Tagen entscheiden, ob sie unser Angebot annehmen oder nicht."

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