SüdLB Bayerns Sparkassen rudern zurück

Die bayerischen Sparkassen rudern in der Diskussion über einen möglichen Zusammenschluss der süddeutschen Landesbanken zurück. Eine "unternehmerische Einheit" zwischen BayernLB, LBBW, Helaba, LRP und Saar LB sei lediglich Gegenstand einer "unverbindlichen Diskussion".

München - "Ich habe keinen Vorschlag unterbreitet, sondern eine theoretische Frage beantwortet", sagte Siegfried Naser, Präsident der bayerischen Sparkassen, der "Börsen-Zeitung" (Donnerstagausgabe). Er habe weder das Wort "Fusion" gebraucht, noch sei er mit "etwas vorgeprescht". Ihm sei es um eine unverbindliche Diskussion gegangen.

Anfang September hatte Naser in einem Interview über die Möglichkeit spekuliert, eine "unternehmerische Einheit" aus den Landesbanken LBBW, BayernLB, Helaba, LRP und SaarLB zu bilden. Die regionale Identität und der Name des jeweiligen Instituts sollten dabei gewahrt bleiben. In der Folge war in mehreren Medien berichtet worden, ein Zusammenschluss der fünf Institute aus dem Süden Deutschlands zu einer Art "SüdLB" werde nun vorbereitet.

Die bayerischen Sparkassen sind - neben dem Bundesland Bayern - mit 50 Prozent an der BayernLB beteiligt, die sich bislang immer ablehnend zu Fusionen unter Landesbanken geäußert hat, falls sie nicht in eine Mehrheitsposition gelangt.

Naser ließ diesbezüglich nun eine neue Haltung erkennen. "Wie gesagt, es wurden bisher keine Vorschläge unterbreitet, zumal dies nur gemeinsam mit dem Freistaat Bayern gehen würde", sagte er. "Ich denke jedoch, die bayerischen Sparkassen sind als hälftige Eigentümer bereit, sich offen jeglicher Diskussion zu stellen - jenseits aller Mehrheitsüberlegungen."

reuters

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