Freitag, 6. Dezember 2019

Politiker-Blog, Teil 2 "... und ein Müllermeister wird Wirtschaftsminister"

Nur wenige deutsche Spitzenpolitiker haben Wirtschaftswissenschaften studiert oder in einem Unternehmen gearbeitet. Ist es mangelnde Fachkenntnis, die eine bessere Wirtschaftspolitik verhindert, möchte manager-magazin.de von seinen Lesern wissen. Lesen Sie die zweite Auswahl bisher eingegangener Beiträge.

Benutzername: Rita B. Mücke

Beitrag: Wirtschaftsbanausen? Wirtschaftliche Dilettanten wäre wohl der bessere Ausdruck für ein absolut miserables Wirtschaftsmanagement in der Bundesregierung. Weder von Effektivität geschweige von Effizienz haben Politiker je etwas gehört oder können damit etwas anfangen. In nur 30 Jahren über 2000 Milliarden Euro Staatsverschuldung aufgebaut zu haben, zeigt, was Politiker von Wirtschaft und Finanzen verstehen!


Benutzername: fredi

Beitrag: Unsere Politiker fühlen sich nur noch ihrem Ego und ihren Bezügen verpflichtet. Ihr politischer Auftrag, für den sie vom Volk bezahlt werden, ist bestenfalls Nebensache. Das Kasperle-Theater was u. a. ein Herr Dr. Koch und Dr. Stoiber dem Volk vorführen vermittelt stark den Eindruck, das die Politik zunehmen aus politischen Dorftrotteln besteht.

Enttäuschte Hoffnungen: Wirtschaftspolitisch hat die große Koalition bislang wenig bewegt, im Bild vertreten durch Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU, l.) und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU)
Solange Politiker nicht für den Schaden den sie unserem Land und dem Volk zufügen belangt werden, wird sich nichts ändern. Die Solidargemeinschaft zahlt das schon...Was wir, dank einer völlig verfehlten Innenpolitik, a.B. Dr. Kohl zu verdanken haben kostet bereits unsägliche Milliarden. Seit gut 25 Jahren wird Deutschland nur noch von Egomanen regiert. Was kümmert die das Geld des Volkes.

Die können es nicht, weil es sie nicht interessiert. Streicht den Politikern die Bezüge um 50%, sämtliche Vergünstigungen und die Aussicht auf satte Pensionen bei Verfehlung der politischen Ziele. Deutschland wird in kürzester Zeit 90% der hausgemachten Probleme gelöst bekommen.


Benutzername: laotse

Beitrag: Kommt die Aktienkursgewinnsteuer, werde ich mich vorsehen und sie nie bezahlen müssen. Nebenbei fallen dabei allerdings auch meine Dividendensteuern und Zinssteuern weg - es gibt also wieder viel weniger Geld für Mama Merkel. Wieder? Bei der Ökosteuer war es schon mal so - wer mit 27,50 Euro pro 50 Euroschein Steuern nicht zufrieden war und per "Ökosteuern" auf 34,16 Euro pro 50-er Schein erhöhte, bekommt schon länger gar nichts mehr. Paris hat es gefreut.


Benutzername: Auswanderer1998

Beitrag: Insbesondere im Vergleich zu den franzoesischen (und mit Einschraenkungen spanischen) Managern und Politikern erscheinen mir die deutschen weichgekocht und nicht Willens oder in der Lage, ihre Positionen durchzusetzen. Es scheint, als knickten sie immer ein, wenn es hart auf hart kommt. Einer der Gruende, weswegen ich 1988 fuer immer die Koffer gepackt habe, war die Sparbuchdiplomatie der Deutschen. Es wurden grundsaetzlich alle Verhandlungen verloren, und dann wurde versucht, Boden wieder gutzumachen, indem das (leere) Sparbuch gezueckt wurde.

Ich habe schon vor langer Zeit saemtliche Achtung und saemtlichen Respekt vor deutschen Politikern und Managern verloren. Die frueher wenigstens ansatzweise vorhandene Sachkompetenz ist schon seit 1989 vollstaendig durch die Faehigkeit zum Dreschen leerer Phrasen ersetzt worden. Es ist erschreckend, wie wenig Inhalt heute in einer zweistuendigen Rede deutscher Politiker und Manager enthalten ist; meistens kann der Inhalt in einem Satz zusammengefasst werden. Dieser offenbart dann in fast allen Faellen ein grundlegendes Missverstaendnis des Sachverhaltes.

Am meisten verstoerte mich die typisch deutsche Analyse, dass nur eine begrenzte Menge an Arbeit weltweit vorhanden sein, und dass daher diese Arbeit gerecht aufgeteilt werden muesse. Das Resultat - 28.8 Stunden Arbeit bei voller 40-Stunden-Wochen-Kompensation sieht man ja heute, und ungluecklicherweise ist ja Peter Hartz immer noch nicht voellig diskreditiert. Die "Geiz ist Geil'-Mentalitaet und extrem hohe lokale Gehaelter passen nun mal nicht zusammen, wenn eben die Effizienz nicht extrem noch ist.


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