Freitag, 6. Dezember 2019

Politiker-Blog "In Deutschland kann man als gelernter Lehrer Finanzminister werden"

Sind unsere Politiker Wirtschaftsbanausen? manager-magazin.de möchte von seinen Lesern wissen, ob es wirklich mangelnde Fachkenntnis ist, die eine bessere Wirtschaftspolitik in Deutschland verhindert, oder warum sonst große Reformwürfe hier zu Lande einfach nicht gelingen wollen. Eine Auswahl der bisherigen Beiträge.

Benutzername: stadeler

Beitrag: Die fachlich kompetenten Menschen bleiben doch lieber in der freien Wirtschaft und können dort gestalten und ordentlich Geld verdienen. Die Politik wird beherrscht vom Mittelmaß; eben dem Bevölkerungsdurchschnitt. Da kann man nicht viel erwarten. Leider!


Benutzername: Hari

Beitrag: Sind es mehr als Banausen? Die Frage lässt sich unemotional und sehr leicht beantworten: wie viele haben jemals ein Unternehmen gegründet, geführt oder erfolgreich entwickelt? Wieviele haben jemals eine Restrukturierung hinbekommen? Wieviele mussten sich mit deutschem Steuerrecht herumschlagen und Abgabeverordnungen?

Einer oder keiner??? Na dann haben Sie wohl auch die Antwort


Benutzername: Werner12

Beitrag: Banausen? Den Eindruck kann man sehr wohl bekommen. Aber ich glaube, dass die parteipolitischen Interessen, gebündelt mit dem Drang seine Klientel optimal zu vertreten, vernünftige Entscheidungen erheblich behindern oder gar verhindern. Dasselbe kann man auch von der Steuerpolitik behaupten. Und, da haben Sie recht, man kann auf Dauer nur das Geld ausgeben, das man hat. Ich weiß nicht ob sich in den Regierungskreisen über dieses Thema jemand mal Gedanken gemacht hat. Es ist doch viel einfacher mit Steuererhöhungen an das Geld zu kommen, dass man braucht, so denkt man anscheinend. Das kann aber auch in die "Hose" gehen und zwar gewaltig.


Benutzername: SBE

Mehr zum Thema in:
manager magazin 10/2006

Politiker im Test

Lesen Sie mehr zum Kompetenzranking im manager magazin, Heft 10/2006 ab Seite 132.

Inhalt
Beitrag: Haben unsere Politiker mangelnden ökonomischen Sachverstand ? ... Es ist zwar schwierig, über jemanden, den man nicht wirklich kennt, ein angemessenes Urteil abzugeben und ihn dabei an einem Thema zu messen, dass man auch nicht sehr gut beherrscht ... aber es ist schon sehr zweifelhaft, dass jemand sinnvolle Entscheidungen treffen kann auf einem Sachgebiet, wo er weder Ausbildung noch Erfahrung hat. Kurz gesagt: Schuster bleib bei deinen Leisten! Wenn sich jemand als Arzt ausgibt, ohne einer zu sein, dann nennt man das Betrug - ist ja wohl auch offensichtlich lebensgefährlich ...

Leider wird in Politik und Wirtschaft nicht so eindeutig beurteilt ... auch wenn die Auswirkungen ggf. sogar "flächendenkend lebensgefährlich" sind. Wer sich am lautesten lobt und dabei von den meisten Glauben geschenkt bekommt, der darf ran ... Aber die Leute, die wirklich Ahnung haben und etwas bewegen, haben weder Zeit (denn sie sind ja mit der Praxis beschäftigt) noch genügend schaustellerische Unverfrorenheit, um gegen all die "Marktschreier" aufkommen zu können. Wer genügend sach- und selbstkritisch ist, wird niemals frei weg behaupten, alles besser zu können, sondern wird Probleme und Rahmenbedingungen ehrlich nennen. ... und da schnappt die Falle zu! ... denn die meisten von uns sind nicht willens oder fähig, sich mit den angesprochenen Problemen auseinanderzusetzen, um ihre Tragweite sowie den ggf. vorgestellten Lösungsbeitrag werten zu können oder zu wollen. Also wählen wir lieber den Weg, auf dem nichts von Problemen zu hören war ...

Fazit: unsere Politiker haben den ökonomischen Sachverstand, an dem wir sie gemessen hatten, als wir sie gewählt hatten ...


Die veröffentlichten Beiträge wurden nicht redigiert. manager-magazin.de behält sich aber vor, Zuschriften zu kürzen.

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