Automarkt Trauriger August

Im August verkaufte die Automobilbranche europaweit weniger Fahrzeuge als noch ein Jahr zuvor. Die Käufer üben sich nämlich weiter in Zurückhaltung, werden von Konjunktursorgen geplagt, so die Analyse des Verbandes.

Brüssel - Auf dem europäischen Automarkt sind im vergangenen Monat weniger Fahrzeuge zugelassen worden als noch vor einem Jahr. In der EU sowie und Norwegen, Schweiz und Island wurden im August 886.824 Autos neu angemeldet. Das sind 1,4 Prozent weniger als vor einem Jahr, wie der europäische Branchenverband Association des Constructeurs Européens d’Automobiles (ACEA) am Freitag in Brüssel mitteilte.

Vor allem die Sorge vor hohen Ölpreisen und steigenden Zinsen hätte die Kauflust gedämpft, so der Verband. Immerhin, auf den wichtigsten Märkten Europas sei im Vergleich zum sehr schwachen Vormonat Juli eine Erholung erkennbar. Die Rückgänge in Deutschland seien mit einem Minus von 1,3 Prozent, einem Minus 2,3 Prozent in Italien und Spanien, wo 3,8 Prozent weniger Autos verkauft wurden, nicht mehr so stark wie noch im Juli. Damals schrumpfte der Automarkt in Europa insgesamt um 4,5 Prozent. Auf die ersten acht Monate des laufenden Jahres gerechnet liege Europa mit 10,4 Millionen verkauften Autos aber mit 0,4 Prozent im Plus.

Dabei verkauften im August fast alle größeren Hersteller weniger Autos als noch vor einem Jahr. Volkswagen setzte zum Beispiel 0,4 Prozent weniger ab, Dauerrivale Peugeot Citroen verkaufte 3,6 Prozent weniger Autos. Der Verkauf von Renaults brach sogar um 12,3 Prozent ein. Bei Mercedes das gleiche Bild - ein Absatzrückgang von 3,6 Prozent. General Motors und seine europäischen Marken Opel, Vauxhall, Chevrolet und Saab setzten hingegen 0,1 Prozent mehr Autos ab. Auch bei Fiat war man erfolgreich, verkaufte 14,4 Prozent mehr Fahrzeuge.

Volkswagen konnte die andauernde Absatzkrise nutzen und seinen Marktanteil im Jahresvergleich ausbauen. Immerhin von 22,3 auf 22,5 Prozent. Bei DaimlerChrysler sank der Marktanteil im August von 6,7 auf 6,6 Prozent. Und bei BMW fiel die Dominanz von 5,1 auf 4,5 Prozent.

Am knauserigsten zeigten sich im August übrigens die Briten - 6,1 Prozent weniger Autos wurden auf den Inseln verkauft. Dafür griffen die Schweden kräftig zu. 9,2 Prozent mehr Autos wurden dort im Vergleich zum August 2005 verkauft.

manager-magazin.de mit Material von reuters, dpa und ddp

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