Volkswagen 30 Prozent Plus in China

Im vergangenen Jahr musste Volkswagen als Marktführer in China noch Verluste hinnehmen, 2006 läuft es besser. Mehr als 600.000 Autos lautet das Verkaufsziel, erstmals sollen auch Modelle der Tochter Skoda angeboten werden.

Peking - Volkswagen  hat in diesem Jahr in China mit einer Absatzsteigerung bis August von 29,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum überraschend gut zugelegt. "Wir werden in diesem Jahr deutlich mehr als 600.000 Autos verkaufen", sagte VW-China-Chef Winfried Vahland am Mittwoch vor Journalisten in Peking. Nach den Verlusten des Vorjahres habe Volkswagen in China die Kurve gekriegt und melde sich mit profitablem Wachstum wieder zurück.

"Wir sind Marktführer in China und wollen es bleiben", sagte Vahland, der seit gut einem Jahr die Geschäfte in China leitet. Der Absatz sei in diesem Jahr etwas schneller als der Gesamtmarkt mit 27 Prozent gewachsen. Volkswagen habe seinen Marktanteil von 17,3 Prozent im Vorjahr bis August leicht ausbauen können. Gründe seien die Modelloffensive, sagte Vahland. In diesem Monat werde Skoda als neue Marke in China eingeführt.

"Volkswagen wird sich künftig stärker an den chinesischen Kundenbedürfnissen ausrichten." Auch das Kostensenkungsprogramm sei auf gutem Wege, sagte Vahland. Das Ziel, rund 40 Prozent der Kosten bis Ende 2008 zu reduzieren, werde bis Jahresende um mehr als die Hälfte erfüllt. Die Produktivität sei um mindestens 30 Prozent gesteigert worden.

Auch die Tochter Audi steigerte ihren Absatz in China und Hongkong in den ersten acht Monaten des laufenden Jahres. Nach den jüngsten Angaben nahmen die Verkäufe um 71,5 Prozent auf 52.590 Autos zu. Besonders erfolgreich verkauft worden sei der in China produzierte und für den dortigen Markt modifizierte Audi A6.

Beim Ausbau des Vertriebs- und Servicenetzes kommt Audi laut einer Konzernmitteilung voran. Das erste von fünf Regionalbüros wurde in Guangzhou für die Region Südchina eröffnet worden.

manager-magazin.de mit Material von dpa