ThyssenKrupp Immobilien zu verkaufen

Stahlkocher ThyssenKrupp will sich von seinen Immobilien trennen - mögliche Käufer stehen schon bereit. Unter ihnen auch Terra Firma, ein britischer Investor. Entschieden ist allerdings noch nichts.

Düsseldorf - Der Industriekonzern ThyssenKrupp  will sich von seinen Immobilien trennen - und "jeder, der sich derzeit in Deutschland um Immobilien bemüht, ist dabei", zitierte die "Welt" vom Montag gut unterrichtete Unternehmenskreise. Unter den Interessenten sei auch die britische Beteiligungsgesellschaft Terra Firma.

Das Unternehmen hatte in Deutschland von sich Reden gemacht, weil es 2005 für 7 Milliarden Euro die Eon-Tochter Viterra übernommen hatte, immerhin das größte deutsche Wohnungsunternehmen. "Natürlich gibt es ein großes Interesse an den Immobilien", sagte ThyssenKrupp-Sprecher Klaus Pepperhoff am Sonntag. Wer zu den weiteren Interessenten gehöre, wollte Pepperhoff erwartungsgemäß nicht sagen.

Angelsächsische Investoren interessieren sich seit Jahren für deutsche Immobilien. Zum einen sind deutsche Liegenschaften im internationalen Vergleich günstig zu haben. Zum anderen haben viele Großanleger enorme Geldsummen angesammelt, die angelegt werden müssen - deutsche Immobilien scheinen vielen eine lukrative Alternative zum Aktienmarkt.

ThyssenKrupp erhoffe sich durch den Verkauf einen Erlös von bis zu 200 Millionen Euro. Bis spätestens Ende 2007 soll die Transaktion abgewickelt worden sein. Ein Teil des Erlöses sei auch schon verplant, heißt es - um die Kosten für den Neubau der Zentrale und den Umzug nach Essen. Der größte deutsche Stahlkonzern hatte im März angekündigt, seine Hauptverwaltung bis Ende 2008 von Düsseldorf nach Essen verlegen zu wollen. 2011 soll der Umzug beendet sein.

manager-magazin.de mit Materialien von dpa und dow jones

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