DaimlerChrysler Chrysler-Chef will 2006 ohne Verlust beenden

Der Quartalsgewinn sank um fast eine halbe Milliarde Dollar, SUVs liegen nicht mehr im Trend und der Preiskampf ebbt nicht ab - doch Chrysler-Chef Tom LaSorda bekräftigt, dass der Konzern das Jahr ohne Verlust abschließen kann. Mittelfristig sollen neuen Mittelklasse-Modelle für mehr Gewinn sorgen.

Stuttgart - Trotz des scharfen Wettbewerbs auf dem US-Markt zeigt sich Chrysler-Chef Tom LaSorda optimistisch, dass der Autobauer im Gesamtjahr keinen Verlust einfahren wird. "Wir gehen weiter davon aus, dass wir für das vierte Quartal sowie für das gesamte Jahr schwarze Zahlen schreiben werden", wurde LaSorda im "Handelsblatt" zitiert. Über die Fortsetzung der Verkaufsförderung werde in den nächsten Tagen entschieden.

Die US-Autobauer kurbeln seit Jahren mit Preisnachlässen und günstigen Finanzierungsangeboten den Absatz an. Die US-Sparte von DaimlerChrysler  ist besonders vom Absatz großer Pkw abhängig. Dazu gehören unter anderem Geländeautos (SUVs) und Pick-Ups. Bei Chrysler fallen drei von vier verkauften Fahrzeugen in diese Kategorie der leichten Trucks, berichtete das "Handelsblatt".

Zu den Absatzerwartungen für den August wollte LaSorda noch keine näheren Angaben machen. Im Juli hatte die zu DaimlerChrysler gehörende Marke (Chrysler, Jeep, Dodge) in den USA unter anderem wegen der hohen Spritpreise und des harten Preiskampfes einen Absatzeinbruch von 37 Prozent auf 150 349 Fahrzeuge verbucht. In den Monaten April bis Juni gingen die Verkäufe um 9 Prozent auf 713.600 Autos zurück. Laut "Handelsblatt" will das Unternehmen im zweiten Halbjahr bis zu 70.000 Autos weniger als geplant produzieren, um die hohen Lagerbestände abzubauen.

Chrysler will weiter mit Sondertarifen locken

LaSorda, dessen Vertrag der DaimlerChrysler-Aufsichtsrat kürzlich bis April 2012 verlängert hatte, sagte: "Wir brauchen mehr Fahrzeuge in der Mittelklasse." Aber das brauche Zeit. Im zweiten Quartal lief es für Chrysler nicht besonders gut. Der Betriebsgewinn brach auf 51 Millionen nach 544 Millionen Euro ein.

Chrysler-Vertriebs Joe Eberhardt kündigte einem Bericht der "Financial Times Deutschland" zufolge auf einer Veranstaltung in Detroit an, die Kunden weiter mit Sondertarifen locken zu wollen. So seien Preissenkungen und zinslose Finanzierungen geplant. Hoffnungen setzt Chrysler vor allem auf die beiden neuen Modelle Sebring und Aspen.

manager-magazin.de mit Material von ap, dpa

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