Samstag, 14. Dezember 2019

Lebensunterhalt 41 Prozent ohne eigenes aktuelles Einkommen

Zwei von fünf Deutschen leben laut einem Zeitungsbericht von Transferleistungen oder Rente - die staatlichen Sozialausgaben erreichen ein neues Rekordniveau. Zudem sank auch 2005 die Anzahl der Geburten in Deutschland und liegt weiter deutlich unter der Zahl der Sterbefälle.

Hamburg - Immer weniger Deutsche leben von einem aktuell selbst verdienten Lohn. Nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung beziehen bereits 41,5 Prozent aller Haushalte ihr Einkommen aus Rente oder öffentlichen Unterstützungsleistungen wie Hartz IV.

"Freizeitpark Deutschland":
Immer mehr Personen leben nicht von eigenem Einkommen
Nach aktuellen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes lebten nur 55,4 Prozent der 39 Millionen Haushalte von einem aktuell eigenem Einkommen, schrieb das Blatt. 2,4 Prozent erhielten Zahlungen zum Lebensunterhalt von Angehörigen. Und 0,7 Prozent der deutschen Haushalte seien in der Lage von ihrem Vermögen zu leben, etwa von Zinsen oder Mieteinnahmen.

Die staatlichen Sozialausgaben erreichen demnach inzwischen Rekordniveau. Laut Angaben des Bundessozialministeriums fließen schon 694,5 Milliarden Euro in den Sozialstaat.

Darüber hinaus gab das Statistische Bundesamt bekannt, dass in Deutschland immer weniger Babys zur Welt kommen. Im vergangenen Jahr wurden rund 686.000 Kinder geboren, im Vergleich zu 2004 ist dies ein Rückgang um rund 20.000 Babys (2,8 Prozent). In der Bilanz starben etwa 144.000 Menschen mehr als Kinder geboren wurden.

Da nur 79.000 Personen einwanderten, nahm die Zahl der Einwohner um rund 63.000 auf 82,4 Millionen ab. Die Zahl der Geburten geht seit 1991 fast kontinuierlich zurück. Ausnahmen waren nur die Jahre 1996 und 1997.

Gestorben sind im vergangenen Jahr etwa 830.000 Menschen. Das sind rund 12.000 (1,5 Prozent) mehr als 2004. Die Zahl der Sterbefälle lag 1990 noch bei 921.000 und war seit 1994 bis auf die Jahre 2002 und 2003 ständig gesunken.

manager-magazin.de mit Material von ap, ddp, dpa

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