Mittwoch, 22. Mai 2019

Auswanderer-Blog Beiträge aus dem Ausland, Teil II

9. Teil: Weitere Leser-Beiträge

Benutzername: Andreas Bohn

Beitrag: Tolle Idee von Herr Straubhaar: Wenn Euch das Leben in Deutschland nicht gefällt, dann vermiesen wir Euch das Leben im Ausland eben auch, und zwar so lange, bis Ihr zurückkommt. Daß das mit der Passgebühr nicht funktioniert, müsste er doch selbst gemerkt haben, oder zahlt er seine Steuern etwa in der Schweiz? So lange in Deutschland solche Leute, die jeden Bezug zur Realität verloren haben, als Experten Ratschläge geben dürfen, wird sich da auch nichts ändern. Und so lange sehe ich auch keinen "Anreiz" zurückzukehren, ich lebe seit zwei Jahren glücklich in Mexico.


Benutzername: Andreas

Beitrag: Um die Frage zu beantworten, warum so viele junge Menschen Deutschland verlassen, muss man sich einmal die aktuelle Situation vor Augen fuehren. Ist Deutschland noch lebenswert?

1. Durch sehr viele legale und illegale Einwanderer haben sich die Einkommensverhaeltnisse drastisch nach unten veraendert.

2. Durch die hohe Arbeitslosigkeit besonders im Osten des Landes sind die Arbeitgeber in der Lage, mit ihren Mitarbeitern zu machen, was sie wollen. Das setzt das Lohnniveau weiter unter Druck.

3. Umgekehrt dazu sind die Preise seit der Einfuehrung des Euro dem DM Niveau angepasst worden. 1 DM entspricht heute ca.1 Euro.

Durch Steuererhoehungen ins Uferlose sind Energiekosten inzwischen so hoch. das man kaum noch weiss, wie man zu seiner Arbeitsstelle kommen soll, wenn man denn eine hat. Bestes Beispiel, die Oekosteuer auf Benzin. Erst hiess es, sie waehre notwendig um die Buerger und die Industrie zum Energiesparen zu animieren. Jetzt wird das Geld benoetigt, um die Renten zu finanzieren. Oekosteuer= Renten ?

Es werden staendig neue Einahmequellen kreirt um den immer groesseren Wasserkopf in Deutschland zu finanzieren. Der kleine Mann bleibt dabei mehr und mehr auf der Strecke.

Eine bessere Ausbilding war frueher die Loesung. Heute bekommt man gesagt "Sie sind fuer die Stelle ueberqualifiziert". Oder es gibt zu viele hochqualifizierte Konkurenz, was wiederum das Lohnniveau drueckt.Ausserdem wird das Sozialsystem immer mehr ausgehoelt z. B. Rentenzahlungen an Leute die nie ins System eingezahlt haben. Wer sich als Deutscher 50 Jahre krummgelegt und seine Gesundheit ruiniert hat, muss damit rechnen, als arme Kirchenmaus dazustehen.

Aussage "Man muss selbst fuer seine Altersversorgung planen". Millionen Menschen in Deutschland haben darauf gehoert nur um neue Steuern aufgebuerdet zu bekommen. Nach 50 Jahren harter Arbeit sollte jeder das Recht haben auf eine gerechte Altersversorgung. Ein guter Freund von mir der aus Gruenden, die ich nicht naeher erlaeutern moechte, leider nicht die Moeglichkeit hatte im richtigen Moment die Koffer zu packen, ist durch o. G. Gruende in den Selbstmord getrieben worden. Er musste zuletzt mit 30 Jahren Berufserfahrung fuer 10 Euro die Stunde arbeiten. Bei all den heutigen Kosten ein voellig unhaltbahrer Zustand. Man arbeitet nur noch, um einigen wenigen ein leichtes Leben zu ermoeglichen.

Also die einzige Chance die junge Leute von Heute haben, ist eine gute Ausbildung im Ausland anzuwenden. Ich bin vor 13 Jahren in die USA ausgewandert. Hier ist auch nicht alles Gold was glaenzt aber man hat wenigstens die Chance, seine Traeume und Ideen in die Tat umzusetzen. Ich kann nur jedem raten, wenn sich die Moeglichkeit bietet, greife sie am Schopfe und kehre "Good Old Germany" den Ruecken. Schuld an der Auswanderungswelle sind nicht Die, die auswandern sondern Die, die sie dazu zwingen! Armes Deutschland


Benutzername: Johny

Beitrag: ich weiss nicht genau woran es liegt aber als auslaender ist es ziemlich schwer in DE zu leben. Ich bin hochqualifiziert und wurde von Firma Si***ns angeworben um eine abteilung zu leiten, in Bayern :-) Wow, das war ein grosser fehler, als einziger auslaender in der Managementebene, dabei spreche ich sehr gut deutsch (nicht bayrisch :-) ), die akzeptanz ist fast NULL, in der gesellschadt sowohl auch in der politik. Die frage war immer : "was machen sie hier?" Ich bin wieder zurueck nach USA, silicon valley, und habe heute eine ganze andere Meinung ueber DE als ich frueher als Teenager als ich da aufwuchs hatte, nicht so ganz positive heute. Selbst fuer hochqualifizierte deutsche gibt es in DE zu wenig chancen. Ich denke da wird sich sehr wenig aendern, es ist in der mentalitaet und die politik tut nichts es zu langfristig zu aendern, und so longe politiker wie Stoiber, Beckstein, Koch, etc. das Sagen haben wird es noch schlimmer.


Benutzername: RalfPuehler

Beitrag: Nach meinem Studienabschluss wollte ich gerne etwas mehr von der grossen weiten Welt sehen und habe mich auf den Weg in das Land der unbegrenzten Moeglichkeiten gemacht. Der Umzug fiel einfach und die neue Umgebung hat hervorragend gepasst (New England, Massachusetts) - aber nun gibt es auch schoene Gegenden in Deutschland, das will ich nicht leugnen!

Vielmehr moechte ich der Buerokratie ein Augenmerk schenken: Steuern (30%) und ich kann meine Steuerklaerung selbst ausfuellen - innerhalb von nur einer Stunde; MWSt liegt bei 5% - eine Marken Jeans kann man hier fuer USD30 kaufen. Fuer die Beantragung meines Fuererscheins muss ich keine Buecher an Dokumenten anschleppen um zu beweisen das ich es bin - das aufwendigste war es, eine Mitteilung vom Konsulat zu bekommen. Freischaltung meine Telefons - nach der erstmaling Anbindung konnte ich via Telefon meinen Anschluss freischalten und mit einer Person ausfuehrlich ueber meine Optionen sprechen.

Ich liebe die USA... Service wird hier noch gross geschrieben! Gruss an Deutschland, es kann nur besser werden!


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