Allianz Harter Schlag für Köln und Frankfurt

Die "stille Protestaktion" der Allianz-Mitarbeiter in Köln am Montag war vergeblich. Der Standort mit 1300 Mitarbeitern wird komplett geschlossen. Fast genauso hart trifft es die Niederlassung in Frankfurt am Main.

München - Von dem drastischen Stellenabbau beim Versicherungskonzern Allianz  sind die Standorte in Köln und Frankfurt am stärksten betroffen.

Den Standort Köln mit derzeit 1297 Beschäftigten wolle der Konzern voraussichtlich ab Anfang 2008 komplett schließen, dort seien also alle Mitarbeiter betroffen, sagte der Chef der Allianz Deutschland, Gerhard Rupprecht, am Donnerstag in München. Die Mitarbeiter sollten aber Chancen bekommen, sich auf andere Arbeitsplätze im Konzern zu bewerben, "die wir in großem Umfang ausschreiben werden."

Geschlossen wird auch die Niederlassung der Lebensversicherung in Frankfurt, dort solle künftig lediglich ein auf die Automobilwirtschaft spezialisierter Standort verbleiben. Wie viele Beschäftigte in Frankfurt damit ihren Job behalten, könne noch nicht beziffert werden, sagte Rupprecht. Insgesamt habe die Allianz in Frankfurt derzeit 1643 Beschäftigte.

Geschlossen werden sollen zudem Nebenstandorte der Sachversicherung in Mainz, Aachen, Hannover, Augsburg, Freiburg, Mannheim, Nürnberg, Magdeburg sowie Ulm, hieß es. Auch die Niederlassung der Krankenversicherung in Dortmund will die Allianz dicht machen. Auch hier ließen sich die Auswirkungen jeweils im einzelnen noch nicht beziffern, sagte Rupprecht.

Mit dem Betriebsrat sei bereits ein Sozialplan vereinbart worden. Der Konzern, der im deutschen Versicherungsgeschäft insgesamt rund 5000 seiner gut 30.000 Stellen abbauen will, hatte bereits angekündigt, bis mindestens Ende 2007 auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten zu wollen.

dpa